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„Unmenschliche Zustände“ : Nena verteidigt Unterstützung für Demos gegen Corona-Regeln

  • Aktualisiert am

Nena sei weder fremdenfeindlich noch homophob, teilte ihr Management mit. Bild: dpa

Pop-Sängerin Nena bedankt sich bei den Demonstranten von Kassel, die mit „den unmenschlichen Zuständen“ nicht einverstanden seien. Während des illegalen Demonstrationszugs war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.

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          Pop-Sängerin Nena (61) hat nach Kritik an ihrem jüngsten Instagram-Post ihre Unterstützung für die Proteste gegen Corona-Regeln in Kassel verteidigt. „Nena hat sich bei den Menschen in Kassel bedankt, die mit der derzeitigen Politik und den unmenschlichen Zuständen, die hier herrschen, nicht einverstanden sind und dafür auf der Straße waren“, teilte ihr Management am Donnerstag mit. Sie gehöre keiner Gruppe oder Partei an. „Die Behauptung, Nena würde sich mit „Chaoten“ und „Rechten“ gemeinmachen, ist absurd und ein Schlag ins Gesicht der Tausenden friedlichen Menschen, die dort demonstriert haben.“

          In Kassel waren am Samstag nach Polizeischätzung mehr als 20.000 Menschen gegen Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf die Straße gegangen. Viele Demonstranten hielten sich nicht an die Auflagen, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Während eines illegalen Demonstrationszugs kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Hessens Innenminister Peter Beuth sagte nach der Demonstration, angesichts von fast 75.000 Corona-Toten in Deutschland könne diese Menschenmasse in Kassel nur Kopfschütteln auslösen.

          Nena sei weder fremdenfeindlich noch homophob, teilte ihr Management weiter mit. „Sie lehnt jegliche Art von Hass und Gewalt ab.“ Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

          Die in Hamburg lebende Musikerin („99 Luftballons“) hatte am Vortag auf Instagram ein Video mit dem Titel „Danke Kassel“ geposted. Der Clip zeigt im Zeitraffer eine demonstrierende Menge und war mit einem weißen Herz und dem Datum der Demonstration, „20.03.2021“, versehen. Der Clip, der bis Mittwochfrüh zu sehen war, war Teil einer Instagram-Story, die nach 24 Stunden wieder verschwindet.

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