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Nazis im Netz : Wie Extremisten Jugendliche im Internet ködern

  • -Aktualisiert am

Von Antifeminismus über Verschwörungstheorien bis zu Hass auf Juden: Im Netz fällt extremistische Saat schnell auf fruchtbaren Boden. Bild: Shutterstock / Bearbeitung F.A.S.

Jeder vierte Jugendliche ist anfällig für Populismus. Besonders im Netz werden junge Menschen schnell zu leichter Beute. Hat Horst Seehofer recht, wenn er die Gaming-Szene stärker beobachten will?

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          Hi Jungs! Glaubt ihr, es wird bald einen dritten Weltkrieg geben?“, fragte der passionierte Zocker Max im Auftrag der F.A.S. im Chat des Computerspiel-Klassikers Counter Strike. Spontan antwortete ein anderer User: „Ich hoffe es.“

          „Warum?“, fragte Max nach.

          „Die Juden sind noch nicht ausgerottet.“

          Die Antwort überraschte den 21-jährigen Studenten nicht. „Wer sich in solchen Spielen aufhält, weiß ja: Der Ton ist rau.“ Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, das finde da alles statt.

          Max’ gefühlte Wahrheit ist jetzt auch wissenschaftlich unterfüttert: durch die aktuelle Shell-Jugend-Studie, die diese Woche veröffentlicht wurde. Das Ergebnis in diesem Jahr zeichnet ein zum Teil unschönes Bild der jungen Generation. Selbst wenn „Jugendliche in Deutschland in ihrer großen Mehrheit tolerant gegenüber anderen Lebensformen, Minderheiten und sozialen Gruppen“ seien: 68 Prozent der 12- bis 27-Jährigen seien überzeugt, man dürfe nichts Schlechtes über Ausländer sagen, ohne gleich als Rassist beschimpft zu werden. Auch den Aussagen „Die Regierung verschweigt der Bevölkerung die Wahrheit“ und „Der Staat kümmert sich mehr um Flüchtlinge als um hilfsbedürftige Deutsche“ stimmt mehr als die Hälfte zu. Fast jeden vierten Jugendlichen bezeichnet die Studie als „populismusgeneigt“, neun Prozent als handfeste „Nationalpopulisten“.

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