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Naturnahe Beerdigungen : Umweltfreundlich bis zum Schluss

Eine biologisch abbaubare Urne steht auf einem Mustergrab im Friedwald bei Nuthetal. Bild: dpa

Immer mehr Bestatter in Deutschland bieten eine ökologische Beisetzung an. Von der abbaubaren Urne über den Verzicht auf eine Trauerfeier bis zum fehlenden Blumenschmuck: Wie naturnah kann Pietät sein?

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          Nicht erst seit es „Fridays for Future“ gibt, ist der ökologische Fußabdruck jedes Einzelnen ein Thema. Wie bewegen wir uns auf der Erde fort, und was hat das für Auswirkungen auf die Umwelt? Darf man noch mit dem Flugzeug oder dem eigenen Auto in den Urlaub reisen, oder verlangt die Biomoral nach einer Fahrt mit der Bahn? Sollen wir vegan essen oder wenigstens auf Fleisch verzichten? Wie produzieren wir weniger Müll? All diese Fragen stellen sich im täglichen Leben. Doch was passiert danach?

          Wer sich zu Lebzeiten umweltbewusst verhalten hat, der will das vielleicht auch nach seinem Tod noch so halten. Daher bieten immer mehr Bestatter in Deutschland neben den bisher etablierten Beerdigungsformen nun auch Beisetzungen an, bei denen besonderer Wert auf ökologische Kriterien gelegt wird. „Die Bestattung kann sehr individuell gestaltet werden“, sagt Nicole Kraus, die als Bestatterin in Frankfurt arbeitet. Die Frage laute jedes Mal: Wie ökologisch soll’s denn sein? Soll der Sarg aus einem Material bestehen, das biologisch abbaubar ist? Oder soll die Bestattung insgesamt ökologisch sein, was zum Beispiel bedeuten kann, dass die Verwandten nicht anreisen sollen, damit sie weniger klimaschädliches Kohlendioxid produzieren.

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