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Name des royalen Babys? : Auf keinen Fall Earl Grey

Prinz Harry und Herzogin Meghan haben einen kleinen Jungen bekommen – aber wird es auch ein kleiner Prinz? Bild: EPA

Wird es John? Oder Philip? Oder doch Spencer? Da Harrys und Meghans Sohn kaum Chancen auf den Thron hat, drückt die Königin vielleicht sogar ein Auge zu – und lässt sich von Oliver überzeugen.

          Als der frischgebackene Vater am Montag vor die Presse trat, um die freudige Botschaft zu verkünden, schnaubten zwei Pferde in ihren Ställen von Windsor Castle im Hintergrund. Am Ende dankte Prinz Harry erst den versammelten Journalisten, bevor er sich umdrehte und auch noch zu den beiden Rappen sagte: „Thanks, guys!“ Der Dank galt unter anderem „Sir John“, so zumindest war es auf dem Namensschild neben der rechten Box zu lesen. Könnte das ein schelmischer Hinweis des Herzogs von Sussex auf die Frage gewesen sein, die das ganze Königreich bewegt: wie denn wohl der Siebte in der Thronfolge heißen könnte?

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          John jedenfalls wäre ein unkonventioneller Name im Hause Windsor. Der letzte Prinz dieses Namens war ein Onkel der Königin, der unter Epilepsie und wohl auch Autismus litt und 1919 schon mit 13 Jahren starb. Danach geriet er lange in Vergessenheit. Harry und Meghan wäre es zuzutrauen, ihm zu Ehren ihren erstgeborenen Sohn John zu nennen. Die Wettbüros indes, die bis zuletzt von einer Tochter mit dem wahrscheinlichen Namen Ivy ausgingen, setzten am Dienstag vor allem auf die Namen James und Alexander, danach kamen Arthur, Edward und Oliver.

          Edward kann man so gut wie ausschließen, da der jüngste Sohn der Königin diesen Namen trägt. Mit dem Namen James verbinden die Engländer eine längst vergangene Zeit, die der Stewart- und Stuart-Könige. Sie waren Katholiken, was dem Oberhaupt der anglikanischen Church of England, Elisabeth II., aufstoßen könnte. Auch Alexander wäre eher ungewöhnlich für ein Mitglied der britischen Königsfamilie, in Schweden gibt es derzeit einen kleinen Alexander, den Sohn von Prinz Carl Philip.

          Da Harrys Sohn kaum Chancen auf den Thron hat, drückt die Königin vielleicht ein Auge zu und lässt sich von Oliver überzeugen. Dass sie ein Wörtchen mitreden wird, ist so gut wie sicher. Demnach dürfte es auf einen Kompromiss hinauslaufen, schließlich bekommen die Windsor-Sprösslinge nie nur einen Namen. Harry zum Beispiel heißt auch so wie sein Vater, und Prinz Charles wiederum wie sein Vater. Auch Bruder William ist ein Philip. Demgemäß und zu Ehren des Urgroßvaters wäre Philip als Zweit oder Drittname des achten Urenkels der Königin wahrscheinlich. Ebenso Charles oder auch Spencer, der Name von Harrys Onkel, dem jüngeren Bruder seiner Mutter, Prinzessin Diana.

          Zudem könnte Mutter Meghan dem Jungen eine amerikanische Note geben, wenn auch sicher nicht den Namen ihres Vaters Thomas, mit dem sie sich zerstritten hat. Undenkbar aber ist ein Name, den sie selbst mal auf ihrem Blog „The Tig“ als ihren Lieblingsnamen bezeichnete: Grey. Als Sohn des Grafen von Dumbarton (Earl of Dumbarton ist Harry seit seiner Hochzeit) wäre der Kleine dann Earl Grey.

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