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Nach Beschwerde : Eisenbahn-Reiner kann bleiben

Im Mittelpunkt des Konflikts: Der Obdachlose Reiner Schaad alias Eisenbahn-Reiner auf seinem Stammplatz an der Liebfrauenstraße in der Innenstadt. Bild: Frank Röth

Weil ein Obdachloser seine Spielzeugsammlung in der Frankfurter Fußgängerzone präsentiert, hat sich ein Bürger beschwert. Innenminister Beuth meint: Die vom Verkehrsdezernenten erteilte Sondergenehmigung ist rechtens.

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          Auf dem Pflaster der Liebfrauenstraße in der Innenstadt wird auch künftig allmorgendlich Reiner Schaad eine Decke ausbreiten können, um seine Spielzeugsammlung samt Modelleisenbahn zu präsentieren. Der Obdachlose, der als Eisenbahn-Reiner für manch einen längst zur Frankfurter Institution geworden ist, stellt bereits seit vielen Jahren dieses immer größer werdende Sammelsurium aus Zügen, Spielzeugautos und Plastikfiguren aus. Es ist seine Form des Bettelns, und er tut dies zwar in der Frankfurter Fußgängerzone, doch sein angestammter Platz liegt nur wenige Schritte vom Kapuzinerkloster Liebfrauen entfernt. Er präsentiert sich praktisch vor der Tür des Klosters.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seit Herbst 2016 hat Reiner Schaad eine offizielle Genehmigung für diese besondere Art der Nutzung des öffentlichen Raums. Der zuständige SPD-Verkehrsdezernent Klaus Oesterling erteilte ihm damals die Sondernutzungserlaubnis. Das Amt für Straßenbau und Erschließung brachte auf dem Pflaster dafür eigens eine Bodenmarkierung an – „in der Liebfrauenstraße zwischen der dritten und der vierten Baumscheibe von Süden“. Damals sagte Oesterling, er habe die Erlaubnis „mit einem gewissen Augenzwinkern“ erteilt. Lieber hätte er den damals schon mindestens sechs Jahre andauernden Zustand einfach weiter geduldet.

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