https://www.faz.net/-gum-87aqp

MTV Video Awards : Preise für Taylor Swift, ein Joint für Miley Cyrus

  • Aktualisiert am

FDP-Chef Christian Lindner Bild: dpa

Dass Taylor Swift die meisten Preise bei den MTV Video Awards 2015 gewann, dürfte schnell in Vergessenheit geraten. Miley Cyrus stahl ihr mit viel Haut und noch mehr Provokation die Show.

          Möglichst wenig anziehen, um so möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das funktioniert in Amerika. Und wenn die Nacktheit und sexuelle Anzüglichkeiten als Provokationen nicht reichen, dann muss ein Joint in der Öffentlichkeit her. Das war das Showkonzept von Miley Cyrus bei den MTV Video Awards 2015. 

          Die 22 Jahre alte Sängerin und Schauspielerin war zwar nur die Moderatorin des Abends, doch sie stahl allen die Show. Dabei nahm sie sich in Einspielfilmchen immer wieder selbst auf den Arm. Vor zwei Jahren hatten sie mit einem gewagten Auftritt an gleicher Stelle dem Wort „Twerking“ - das sexuell aufgeladene Präsentieren des Pos - zum Durchbruch verholfen.

          Zur Begrüßung viel Haut für die Fotografen Bilderstrecke

          Besonders die brave Taylor Swift, mit dreieinhalb Preisen eigentlich Gewinnerin des Abends, sah gegen Miley Cyrus blass aus. Dabei gewann die 25-Jährige bei der Verleihung am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles nicht nur die Preise als beste Künstlerin und für das beste Popvideo. Sie nahm auch den silbernen Mondmann in der Königskategorie „Bestes Video des Jahres“ nach Hause. Einen Preis teilte sie sich zudem, denn Swift gewann mit Kendrick Lamar auch den Preis für die beste Zusammenarbeit zweier Künstler.

          Das galt für „Bad Blood“ und das mit Stars geschmückte Video war nach Ansicht von MTV auch das beste. Die beiden anderen Preise gewann die einstige Countrysängerin, die längst ein Popstar ist, für „Blank Space“. Swift war zehnmal nominiert, mehr als jeder andere. Es folgte Ed Sheeran mit sechs Nennungen - der sechsmal leer ausging.

          Kanye West bekam einen Preis außer Konkurrenz. Der „Michael Jackson Video Vanguard Award“ ist so etwas wie der Preis für das Lebenswerk. Der 38-Jährige hatte mit zwölf Minuten den mit Abstand längsten Auftritt von allen. Doch in seiner Dankesrede stammelte er vor sich hin und sprang von einem Thema zum anderen. Zuletzt sagte er: „Ihr ahnt es, ich habe mich entschieden: Ich werde im Jahr 2020 als Präsident der Vereinigten Staaten kandidieren.“ So ernst es klang, so unklar war auch, wie nachhaltig diese Ankündigung sein wird. Denn West hatte zuvor gesagt, dass er zur Entspannung „etwas geraucht“ habe.

          Mit einem Joint kam auch Miley Cyrus im knallrosafarbenen Plastik-Schweinchenkostüm nach der Show in den Presseraum - der letzte Teil ihrers wohlkalkulierten Auftrittes. Über ihn wird Amerika diskutieren, auch wenn im Radio Taylor Swift läuft.

          Weitere Themen

          Drohungen gegen drei Münchner Schulen

          Unterricht fällt aus : Drohungen gegen drei Münchner Schulen

          Noch bevor die Gebäude für die Schüler geöffnet werden, ist die Polizei da: An drei Schulen in München gehen Drohungen ein. Zwei Einsätze sind schnell beendet, an einer Schule sind die Beamten mit Hunden unterwegs.

          Schlammlawine und Hochwasseralarm

          Tief „Axel“ : Schlammlawine und Hochwasseralarm

          Es regnet und regnet: Tief „Axel“ hält Einsatzkräfte in Deutschland auf Trab. In Bayern ist der Zugverkehr beeinträchtigt – in Niedersachsen stürzt die Decke eines Kreißsaals ein. Gibt es noch weitere Niederschläge?

          Mehlhaufen mit Mehrwert

          Junger Wetterforscher : Mehlhaufen mit Mehrwert

          Tüfteln macht ihm noch mehr Freude, seitdem er Preise einheimst. Abiturient Max will Wettervorhersagen präzisieren. Auslöser war ein Unwetter in der Eifel.

          Topmeldungen

          Physikästhetik : Das Schöne, Wahre und Schmutzige

          Seit 400 Jahren lassen Physiker sich bei der Suche nach brauchbaren Theorien über die Natur von ästhetischen Erwägungen leiten. Heute wird bezweifelt, ob das grundsätzlich eine gute Idee ist. Zu Unrecht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.