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MTV Europe Music Awards : Blechschüssel Gaga

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Kam, sah und sang: Selena Gomez führte durch den Abend Bild: AFP

Selena Gomez schlägt sich tapfer, Lady Gaga triumphiert: Die MTV Europe Music Awards waren fest in nordamerikanischer Hand. Mit einer südkoreanischen Ausnahme.

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          Die MTV Europe Music Awards wurden am Sonntag Abend zu einem Triumph für Lady Gaga. Die 25 jahre alte anerikanische Unterhaltungskünstlerin gewann vier Auszeichnungen, brachte den Großteil der achttausend Fans in Belfast zum Kreischen und stellte mit ihrer extravaganten Garderobe wieder einmal alle in den Schatten.

          In ihrem Gefolge gewannen die nordamerikanischen Popstars so gut wie alle Preise - nur eine einzige Fan-Auszeichnung ging nicht über den Atlantik: „World Wide Act“ wurde die südkoreanische Boyband Big Bang - die Jungs setzten in einer Abstimmung im Netz unter anderem gegen die amerikanische Sängerin Britney Spears und Deutschlands Grand-Prix-Star Lena durch, die für Europa ins Rennen gegangen war.

          Der Star als Blechschüssel

          Doch das war nur eine Randnotiz in der rund zweieinhalbstündigen bunten Pop-Show, in deren Mittelpunkt das Wechselwunder Lady Gaga stand. Bereits im Vorjahr hatte sie die Preise in drei Kategorien zugesprochen bekommen, diesmal waren es sogar vier. Nach Meinung der europäischen MTV-Fangemeinde lieferte sie mit „Born This Way“ den besten Song und das beste Video ab, außerdem wurde sie zur besten Künstlerin gewählt und erhielt den Preis für die größten Fans.

          Sie bedankte sich auf ihre Art: Das Gesicht verdeckt von einer Art großer Blechschüssel, den Körper in wagenradgroße Stoffkreise gehüllt, nahm sie den ersten Preis entgegen.

          Mit Schlagseite zur Preisverleihung: Lady Gaga unterwegs auf die Bühne Bilderstrecke

          Weniger ausgefallen präsentierte sich der junge Kanadier Justin Bieber, der abermals zum besten Künstler und auch zum besten Popstar gewählt wurde. Seine Freundin Selena Gomez stand als Moderatorin den ganzen Abend auf der Bühne und machte ihre Sache mit etlichen Kostümwechseln vom Abend- bis zum Minikleid recht ordentlich. Störender waren vielmehr die vielen und sehr langen Werbepausen, die die Show regelrecht zerschnitten - so kam am Fernseher nur phasenweise und sehr abgehackt Stimmung an und auf.

          Die Ikone immerhin kommt aus Europa

          Ebenso wie Bieber konnte auch der Hawaiianer Bruno Mars zwei Preise entgegennehmen: Er wurde als bester Neuling und als bester von MTV besonders unterstützter Act gewählt. Die Rockband Thirty Seconds To Mars wurde als beste Alternative Band und für den besten Auftritt in der MTV Show „World Stage“ ausgezeichnet. Bester Hip-Hopper wurde wieder einmal Eminem, bester Live-Act Katy Perry und beste Rockband Linkin Park.

          Einen Preis für Europa gab es aber dann doch noch: Die britische Gruppe Queen, deren legendärer Frontmann Freddie Mercury vor fast genau 20 Jahren gestorben war, wurde als globale Ikone mit dem „Global Icon Award“ geehrt.

          Obwohl MTV in Deutschland seit Anfang des Jahres als Bezahlsender nur noch verschlüsselt empfangen werden kann, mussten die Fans ohne MTV-Abo nicht auf die 18. EMA-Preisverleihung verzichten: Der Schwestersender Viva übertrug die Show frei zugänglich.

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