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Neuregelung : Moskauer Metro bildet 2020 erstmals Fahrerinnen aus

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Metro-Station in Moskau: Wegen des langen Aufenthalts im Untergrund wurde die Arbeit im Führerhäuschen bislang als gesundheitsschädlich für Frauen eingestuft. Bild: AFP

Das russische Arbeitsministerium hat die Zahl der Berufe, die ausschließlich Männern vorbehalten sind, von 456 auf 100 reduziert. Künftig dürfen auch Frauen die Moskauer Metro steuern.

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          Die Moskauer Metro will im nächsten Jahr erstmals Fahrerinnen ausbilden. Die erste Gruppe weiblicher Auszubildender sei zusammengestellt, ihre Ausbildung beginne im Februar, teilte die Moskauer Stadtverwaltung mit. Das russische Arbeitsministerium hatte im September die Zahl der Berufe, die ausschließlich Männern vorbehalten sind, von 456 auf 100 reduziert. Damit dürfen künftig auch Frauen die Moskauer Metro steuern.

          Bis zu der Neuregelung war dieser Beruf wegen des langen Aufenthalts im Untergrund als gesundheitsschädlich für Frauen eingestuft worden. Dies wurde jedoch als scheinheilig kritisiert, da die Metro Frauen als Reinigungskräfte, beim Fahrkartenverkauf und bei der Überwachung der langen Rolltreppen beschäftigt. In diesen Bereichen verdienen sie deutlich weniger Geld, arbeiten aber auch unterirdisch.

          Die bislang geltende Liste mit Männerberufen trat im Jahr 2000 in Kraft. Sie verbot es Frauen, im Bergbau und der Metallverarbeitung tätig zu sein. Auch Matrose, Automechaniker, Fallschirmspringer oder Blasinstrumentenbauer durften sie nicht werden. Die neue Liste gilt ab 2021 und öffnet viele Berufe für Frauen.

          Die Moskauer Stadtverwaltung erklärte, sie habe „sehr hohe Erwartungen“ an die Ausbildung von Frauen als Metro-Fahrerinnen. Sie verwies darauf, dass Frauen bereits während des Zweiten Weltkriegs die Untergrundzüge steuerten.

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