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Missbrauchsverdächtigungen : Woody Allen weist Vorwürfe von Mia Farrow zurück

  • Aktualisiert am

Woody Allen im Jahr 2010 Bild: dpa

Behauptungen, er habe mitten im Trennungsstreit seine Adoptivtochter missbraucht, seien fingiert und seit mehr als 20 Jahren widerlegt, schreibt der Regisseur. Künftig wolle er sich nie wieder dazu äußern.

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          Regisseur Woody Allen hat die Missbrauchsvorwürfe seiner Adoptivtochter Dylan Farrow erneut zurückgewiesen. In einem Gastbeitrag in der „New York Times“ schrieb der 78 Jahre alte Filmemacher: „Natürlich habe ich Dylan nicht sexuell belästigt.“ Er habe seine Adoptivtochter „geliebt“, fügte er hinzu. Er hoffe, dass sie eines Tages „begreifen“ werde, dass sie darum betrogen worden sei, einen „liebenden Vater“ zu haben. Am Sonntag hatte bereits seine Agentin die Vorwürfe als „unwahr und beschämend“ zurückgewiesen.

          Die heute 28 Jahre alte Dylan Farrow hatte ihren Adoptivvater in einem von der „New York Times“ am Samstag veröffentlichten Brief beschuldigt, sie im Alter von sieben Jahren sexuell missbraucht zu haben. Die Vorwürfe sind nicht neu, Allens frühere Lebenspartnerin Mia Farrow hatte sie bereits vor mehr als 20 Jahren zur Sprache gebracht. Erstmals aber meldete sich nun seine Adoptivtochter selbst mit detaillierten Schilderungen zu Wort. Kurz vor der Oscar-Verleihung am 2. März warf sie Hollywood zudem vor, die Vorwürfe zu ignorieren.

          Vorwürfe gegen Mia Farrow

          Allen warf seiner früheren Lebenspartnerin nun vor, die gemeinsame Adoptivtochter „ausgenutzt“ zu haben. Ihre eigene Wut sei für sie immer wichtiger gewesen „als das Wohlergehen ihrer Tochter“, hielt Allen der Schauspielerin Mia Farrow vor.

          Mia Farrow hatte die Anschuldigungen im Rahmen eines erbitterten Sorgerechtsstreit mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Allen erhoben. Sie hatte zuvor entdeckt, dass dieser ein Verhältnis mit ihrer damals 19-jährigen Adoptivtochter Soon-Yi Previn hatte. Allen warf Farrow damals vor, die Missbrauchsvorwürfe aus Rachsucht konstruiert zu haben und die Kinder in ihrem Sinne zu manipulieren.

          Vorwürfe vor 20 Jahren entkräftet

          In dem Sorgerechtsstreit hatte ein New Yorker Richter die Missbrauchsvorwürfe 1994 für nicht beweiskräftig erklärt. Gleichzeitig aber kritisierte er Allen als „egozentrisch, nicht vertrauenswürdig und unsensibel“ und entzog ihm das Sorgerecht. In seinem neuen Beitrag nennt Allen die Äußerungen des Richters "verantwortungslos" und verweist darauf, dass Missbrauch-Experten der Polizei ihn damals längst entlastet hätten.

          "Dies ist das letzte Mal, dass ich mich zu dem Thema geäußert habe“, schrieb Allen. "Auch sonst wird niemand mehr für mich Stellung nehmen. Genug Menschen sind verletzt worden."

          Woody Allen war im vergangenen Monat mit einem Golden Globe für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Sein aktueller Film „Blue Jasmine“ ist für drei Oscars nominiert. Dylan Farrows Angriff auf Hollywood führte zu Spekulationen, die Anschuldigungen könnten sich negativ auf die Aussichten von „Blue Jasmine“ bei der Oscar-Verleihung auswirken.

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          Unser Autor: Martin Benninghoff

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