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Millionen Euro wert : Das ist der Mann, der die Edelsteine gefunden hat

Riesige Steine: Saniniu Kuryan Laizer mit seinem Fund Bild: AFP

Ein Rinderhirte aus Tansania hat umgerechnet fast drei Millionen Euro für zwei Tansanit-Steine bekommen, die er ausgegraben hatte. Es sind die größten, die je in dem Land gefunden wurden. Was ist das für ein Mann?

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          Reich war Saniniu Kuryan Laizer schon vorher. Der 52 Jahre alte Geschäftsmann aus dem Norden Tansanias hat 2000 Rinder, vier Frauen und 30 Kinder. Zudem besitzt er die Lizenz, um auf einem kleinen Claim in den Merelani-Hügeln nach Edelsteinen zu graben. Nun ist der Masai steinreich. In der vergangenen Woche fand er zwei kostbare Tansanit-Brocken. Sie wiegen 9,2 und 5 8 Kilogramm und sind die größten Steine dieser Art, die jemals gefunden wurden. Der bis dahin größte zu Tage beförderte Tansanit wog lediglich 3,3 Kilo.

          Thilo Thielke †

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Am Mittwoch verkaufte Laizer der tansanischen Regierung seinen Fund und erhielt dafür 7,7 Milliarden tansanische Schilling, umgerechnet rund 2,9 Millionen Euro. Das ist viel Geld in einem Land, in dem das Durchschnittseinkommen weniger als 100 Dollar im Monat beträgt, auch wenn Edelsteinexperten der Ansicht sind, Laizer habe noch viel zu wenig für die beiden Gesteinsbrocken, die er selbst aus der Erde gebuddelt hatte, erhalten.

          Tansanite sind Edelsteine, die ausschließlichen in einer kleinen Region im Norden Tansanias vorkommen und 1967 entdeckt wurden. Sie stellen eine blaue Varietät des üblicherweise graugrünen Minerals Zoisit dar. Der New Yorker Juwelier Tiffany & Co. benannte den Fund einst nach dem Staat seiner Herkunft. Um die seltenen Vorkommen, die in 20 Jahren erschöpft sein könnten, vor Glücksrittern zu schützen, ließ die Regierung von Präsident John Magufuli das Militär einen 24 Kilometer langen Schutzwall um das Minengebiet nahe des berühmten Lake Manyara errichten.

          Der Rinderhirte Laizer schlachtete zur Feier des Tages erst einmal eine Kuh und feierte mit den Nachbarn. Mit dem Geld möchte er nun in der Nähe seines Heimatorts eine Schule und ein Einkaufszentrum errichten.

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