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Melania Trump : Geschäftsmodell First Lady

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Melania Trump und ihre Ehemann Donald auf der jährlichen Rot-Kreuz-Gala in Florida: Frau Trump sieht durch einige Zeitungsartikel die Marke Melania bedroht. Bild: Reuters

First Lady Melania Trump sieht sich durch einen Artikel der „Daily Mail“ nicht nur verleumdet, sondern auch in ihrer Rolle als Präsidentengattin geschäftlich bedroht. Nun zieht sie vor Gericht. Der Fall erinnert an Deutschlands einstige First Lady.

          Amerikas First-Lady Melania Trump hat eine Medienfirma verklagt, weil ein mutmaßlich verleumderischer Zeitungsartikel ihr nach eigenen Angaben geschäftlich schaden könnte. Laut dem Anwalt der Präsidentengattin hat die britische Zeitung „Daily Mail“ fälschlicherweise behauptet, sie habe als Escort-Dame gearbeitet.

          In der am Montag (Ortszeit) beim obersten Gericht des Bundesstaates New York eingereichten Klage heißt es, Trumps Marke „Melania“ habe an Wert verloren und „bedeutsame geschäftliche Möglichkeiten, die ihr sonst offen gestanden hätten“, seien weggefallen. Der Artikel habe Trumps „einmalige Chance“ als extrem berühmte Person und erfolgreiche Geschäftsfrau beschädigt, eine kommerzielle Marke mit Produkten wie Schuhen, Kosmetik oder Pflegeprodukten auf den Markt zu bringen.

          „Jede davon hätte über eine Zeit von mehreren Jahren hinweg Geschäftsverbindungen im Umfang von vielen Millionen Dollar erlangen können, in einer Zeit, in der die Klägerin eine der meistfotografierten Frauen der Welt ist“, schreibt Trumps Anwalt in der Klage. Konkrete Pläne für Produkte nannte er aber nicht. Die verleumderischen Behauptungen schränkten die Eignung der 46-Jährigen ein, ihre Pflichten als First Lady auszuüben, hieß es weiter.

          Bericht zurückgezogen

          Melania Trump hatte die „Mail“ und einen Blogger schon im September auf 150 Millionen Dollar Schmerzensgeld verklagt. Wenige Stunden nach Bekanntwerden der Klage hatte die „Daily Mail“ ihren Bericht zurückgezogen. Man habe weder behaupten noch unterstellen wollen, dass die vorliegenden Angaben wahr seien, hieß es zur Begründung. „Außerdem haben wir nicht beabsichtigt, zu behaupten oder zu unterstellen, dass Mrs. Trump jemals als Escort oder im Sex-Business gearbeitet hat.“

          Der Prozess gegen den Blogger Webster Tarpley aus dem Bundesstaat Maryland wurde nach einer Entschuldigung und Zahlung einer Geldsumme eingestellt. Trumps Anwälte veröffentlichten nach Angaben der Zeitung „Washington Post“ eine Erklärung Tarpleys, in der er einen falschen und verleumderischem Bericht einräumt. Er hatte die Klage zuvor einen Anschlag auf das verfassungsrechtlich verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung genannt.

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