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Spiegel-Skandal : „Bully“ Herbig soll Regie bei Relotius-Verfilmung führen

  • Aktualisiert am

Michael „Bully“ Herbig bei einer Preisverleihung in Hamburg Bild: dpa

Der Fälschungsskandal um Claas Relotius soll verfilmt werden. Produzent wird Nico Hofmann, Regisseur wird offenbar Michael „Bully“ Herbig.

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          Die Geschichte um den Spiegel-Redakteur Claas Relotius wird verfilmt – von Michael „Bully“ Herbig, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Produzent Nico Hofmann habe die Rechte für die Ufa erworben, gedreht werden soll Anfang 2021. Herbig, 51, der Regie führen soll, wurde durch seine Comedyshow „Die Bullyparade“ und Komödien wie „Der Schuh des Manitu“ oder „(T)Raumschiff Surprise“ bekannt.

          Die Relotius-Affäre hatte im Dezember 2018 für Aufregung gesorgt. Der Redakteur Claas Relotius hatte in großem Stil betrogen und sich etliche angeblich recherchierte Geschichten ausgedacht. Er flog auf, weil sein Kollege Juan Moreno ihm bei einer gemeinsamen Recherche auf die Schliche kam. Gegen viele Widerstände von Kollegen und Vorgesetzten aus dem Spiegel recherchierte der freie Reporter Moreno auf eigene Faust weiter – und deckte einen der größten Fälschungsskandale in der Geschichte des deutschen Journalismus auf. Morenos Buch „Tausend Zeilen Lüge“, in dem er die Begebenheiten der Relotius-Affäre nachzeichnet, stieg auf Platz zwei der Spiegel-Bestsellerliste ein.

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