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Kinderpornografie-Prozess : Metzelder legt im Kinderpornografie-Prozess Teilgeständnis ab

  • Aktualisiert am

Christoph Metzelder kommt in Begleitung seiner Anwälte am Gericht an. Bild: dpa

Der ehemalige Fußballprofi Christoph Metzelder ist angeklagt, weil er Kinder- und Jugendpornografie besessen und insgesamt 29 Dateien an drei Frauen weitergeleitet haben soll. Vor Gericht hat er ein Teilgeständnis abgelegt.

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          Fußball-Vizeweltmeister Christoph Metzelder hat vor dem Amtsgericht Düsseldorf ein Teilgeständnis abgelegt. Der 40-Jährige räumte am Donnerstag die Weiterleitung von 18 kinder- und jugendpornografischen Dateien ein. Den Besitz von nahezu 300 Dateien, wie angeklagt, gestand er nicht. „Ich akzeptiere die Strafe und bitte die Opfer sexueller Gewalt um Vergebung. Ich werde den Rest meines Lebens mit dieser Schuld als Teil der Gesellschaft leben müssen“, sagte Metzelder.

          Das Amtsgericht hatte für den Fall eines Geständnisses eine Haftstrafe zwischen zehn und zwölf Monaten auf Bewährung in Aussicht gestellt. Es hatte betont, dass der frühere Fußball-Nationalspieler bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens als unschuldig gilt.

          Der Prozess hatte am Donnerstag mit der Verlesung der Anklage begonnen. Die Staatsanwaltschaft nannte zum Auftakt Details. So soll der ehemalige Nationalspieler im August 2019 an unterschiedlichen Tagen Fotos verschickt haben, die den sexuellen Missbrauch von unter zehn Jahre alten Mädchen zeigen.

          Der ehemalige Fußballer äußerte sich zum Prozessauftakt am Donnerstag bis zu einer Unterbrechung gegen 10.00 Uhr zu seinem Lebenslauf. Die Durchsuchung bezeichnete er als Zäsur, er lebe seitdem beruflich und privat zurückgezogen. Alle Auszeichnungen für sein soziales Engagement und seine ehrenamtliche Arbeit – wie den Landesverdienstorden NRW und das Bundesverdienstkreuz – werde er zurückgeben.

          Die Vorwürfe gegen Metzelder waren im September 2019 bekannt geworden. Verteidiger Ulrich Sommer ging vor dem Prozess in einem TV-Interview davon aus, dass Metzelders Handy nicht als Beweis verwertet werden darf und forderte deshalb einen Freispruch. Die Staatsanwaltschaft wird in dem Prozess vermutlich ohne die Hauptbelastungszeugin auskommen müssen. Das Düsseldorfer Amtsgericht hat für den Fall bis zum 10. Mai drei Verhandlungstage angesetzt.

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