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Mehr Züge und gute WM-Chancen : Gute Nachrichten, die Sie verpasst haben dürften

  • Aktualisiert am

Gute Aussichten für Berufe in der Pflege: Eine modernisierte Ausbildung soll helfen. Bild: dpa

Keine Plastikflaschen mehr im Europa-Parlament, Deutschland gilt als WM-Favorit und immer mehr Menschen wird geholfen: Das sind die erfreulichen Meldungen, die in dieser Woche zu kurz gekommen sind.

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          Die vergangene Woche war wieder voller positiver Meldungen – aber oft übersieht man sie in der Informationsflut. Wir befördern freitags die guten Nachrichten ans Tageslicht und fassen zusammen, was Sie in dieser Woche an erfreulichen Meldungen verpasst haben könnten.

          Ausbildung von Pflegefachkräften wird modernisiert

          Die Ausbildung von Pflegefachkräften soll modernisiert und vereinheitlicht werden. Die Verordnung zur Reform der Pflegeausbildung, die das Kabinett am Mittwoch beschloss, sieht eine Zusammenführung der bislang getrennten Ausbildungsgänge für Kranken- und Altenpflege ab 2020 vor. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach von einem "wichtigen Schritt", um den Pflegeberuf „moderner und attraktiver“ zu machen. Dazu gehöre neben einer Ausbildungsvergütung auch die Abschaffung des Schulgeldes. Wie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berichtet, sollen ab 2020 alle Pflege-Azubis die ersten beiden Jahre gemeinsam lernen. Im dritten Ausbildungsjahr ist dann ein generalistischer Abschluss zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann, aber auch eine Spezialisierung in der Alten- und Kinderkrankenpflege möglich. Die Verordnung wird nun dem Bundestag zugeleitet.

          Flixtrain lässt mehr Züge fahren

          Der Fernbus-Anbieter Flixbus bringt zwei weitere Fernzüge auf die Schiene. Damit verdoppelt der einzige Konkurrent der Deutschen Bahn im Fernverkehr sein Angebot. Ab 21. Juni soll der „Flixtrain“ die Strecke Stuttgart-Frankfurt-Hannover-Berlin bis zu zwei Mal täglich fahren, ab 19. Juli auch die Strecke Hamburg-Osnabrück-Essen-Düsseldorf-Köln. Ab Juli können Fahrgäste gegen eine Gebühr auch Sitzplätze reservieren. Das Unternehmen beantragte zudem, von Mitte Dezember an auch zwischen Berlin und Köln sowie Berlin und München fahren zu dürfen. „Drei Monate nach Einführung ist die Resonanz auf Flixtrain überwältigend“, sagte Geschäftsführer André Schwämmlein. „Wir rechnen damit, dass wir unser bisher gestecktes Ziel von 500.000 Zuggästen bis Endes Jahres noch deutlich übertreffen können.“ Im Schnitt seien gut 70 Prozent der Plätze in den grünen Zügen belegt, das ist mehr als in Intercity und ICE der Deutschen Bahn.

          Der „Flixtrain“ als günstigere Alternative zur Deutschen Bahn?: In Zukunft soll der „Flixtrain“ auch die Strecken Stuttgart-Frankfurt-Hannover-Berlin sowie Hamburg-Osnabrück-Essen-Düsseldorf-Köln fahren.

          Deutschland ist, mathematisch gesehen, klarer Favorit der WM

          Aus mathematischer Sicht wird Deutschland mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent bei der diesjährigen Weltmeisterschaft als Sieger hervor gehen. „Bei uns ist Deutschland klarer Favorit“, so Mathematiker Lorenz Gilch. Dahinter folgen Brasilien mit 18 Prozent und Spanien mit 14 Prozent. Als Modell-Input wurden Spiele aus der Vergangenheit analysiert, sowie aktuelle Wettquoten, die auf momentanen Einschätzungen vieler Menschen beruhen, ausgewertet. Dabei gelten die Wettquoten allerdings als weniger objektiv als das genutzte Modell, das die Spielstärke jeder Mannschaft auf Basis aller Ergebnisse der letzten acht Jahre berechnet.

          Plastikflaschen werden aus EU-Parlament verbannt

          Beim Kampf gegen Plastikmüll will das Europaparlament mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu sollen Wasserflaschen aus Plastik künftig aus den Räumen der EU-Volksvertretung verbannt werden, wie das Präsidium am Montagabend beschloss. „Die neuen Auflagen gelten ab Sommer kommenden Jahres“, sagte die finnische Grüne Heidi Hautala, die zu den 14 Vizepräsidenten des Parlaments gehört. Demnach laufen nach der Europawahl im Mai die Verträge mit den bisherigen Lieferanten aus. Für die nächste Legislaturperiode würden neue Verträge ausgehandelt, sagte Hautala.

          Bereits im Januar hatte die EU-Kommission ihre neue Plastik-Strategie vorgestellt. Danach soll ab spätestens 2030 in der EU nach Möglichkeit kein Plastik mehr verwendet werden, das nicht recyclt werden kann. Nach diesen Plänen soll es dann sehr viel weniger Einwegflaschen und Billigtüten geben, die bisher zum Großteil verbrannt werden oder sogar im Meer landen. Stattdessen soll die Wirtschaft wesentlich stärker kreislauforientiert arbeiten und Kunststoffe nicht nur einmal, sondern mehrfach wiederverwerten.

          Verbannt: Ab Sommer 2019

          Electronic Arts bietet bald günstige Flatrate für Games an

          Der Spielehersteller Electronic Arts probiert weiter aus, wie sich Gamer für ein Flatrate-Angebot gewinnen lassen – also für ein Abo, das für Spieler praktisch ist und der Firma zugleich regelmäßige und gut kalkulierbare Einnahmen beschert. EA hat die neue Flatrate auf der E3 in Los Angeles angekündigt, wie mehrere Medien berichten. Das Experiment soll vorerst nur auf dem PC stattfinden: Das Unternehmen peppt seinen Dienst Origin Access im Sommer mit einer Luxusvariante namens Origin Access Premier auf. Das neue Monatspaket kostet 15 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr. Wer bereit ist, dieses Geld zu investieren, der bekommt dafür nicht nur Zugriff auf Dutzende ältere EA-Spiele, sondern auch auf Neuheiten - und das ab fünf Tage vor deren eigentlichem Erscheinen. Für den Herbst stehen aus EAs Katalog beispielsweise die Sportspiele „Fifa 19“ und „Madden 19“ und der Shooter „Battlefield V“ bereit, Anfang 2019 kommt das Bioware-Abenteuer „Anthem“ dazu. Spielen kann man die Titel ohne inhaltliche oder zeitliche Begrenzung, solange die eigene Access-Premier-Mitgliedschaft läuft.

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