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Mehr Honig, mehr Wohnraum : Gute Nachrichten, die Sie verpasst haben dürften

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Günstige Bedingungen durch Maiwetter: Die Honigernte fällt in diesem Jahr überdurchschnittlich gut aus. Bild: dpa

Die Honigernte fällt besser aus, Bio-Lebensmittel findet man in immer mehr Discountern, und es gibt so viel Wohnraum wie nie zuvor: Das sind die erfreulichen Meldungen, die in dieser Woche zu kurz gekommen sind.

          Die vergangene Woche war wieder voller positiver Meldungen – aber oft übersieht man sie in der Informationsflut. Wir befördern freitags die guten Nachrichten ans Tageslicht und fassen zusammen, was Sie in dieser Woche an erfreulichen Meldungen verpasst haben könnten.

          Besonders gute Honigernte in diesem Jahr

          Die deutschen Imker können mit der Ausbeute aus der ersten Ernte des Jahres mehr als zufrieden sein. Durchschnittlich rund 21 Kilogramm Honig wurden bundesweit pro Volk eingesammelt, wie das Fachzentrum Bienen und Imkerei beim Dienstleistungszentrum ländlicher Raum in Mayen mitteilte. „Das ist keine Rekordernte, aber eine gute Ernte“, sagte Bienenexperte Christoph Otten der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr lagen die Erträge im Schnitt zwischen 16,4 und 19,1 Kilogramm pro Bienenvolk. Nicht nur die Obstblüte sei ein toller Erfolg. Auch viel Waldhonig konnten die einfliegen. „Die überdurchschnittlichen Erträge im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren liegen am guten Wetter im Mai“, sagte Otten. Zwar hätten im März und April noch schlechte Bedingungen geherrscht, viele Völker hätten sich im Frühjahr nach dem Winter nicht gut entwickelt. Das wurde dann jedoch durch die dann sehr guten Sammelbedingungen kompensiert.

          Mehr Ladesäulen für Elektroautos

          Gute Nachrichten für alle Fahrer von Elektroautos. Diese können ihre Akkus an immer mehr Ladesäulen aufladen. Deren Zahl ist in Deutschland deutlich gestiegen. Nach einer neuen Übersicht des Energiewirtschafts-Verbandes BDEW gibt es derzeit rund 13.500 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte an rund 6700 Ladesäulen. Im Vergleich zu Ende Juni 2017 ist dies ein Zuwachs von mehr als 25 Prozent. Rund 13 Prozent aller Säulen sind Schnellladestationen. Eine Ladesäule kann aus einem oder mehreren Ladepunkten bestehen. Sie stehen vor allem in Großstädten und Ballungsräumen. Bisher galt eine unzureichende Lade-Infrastruktur als ein Haupthindernis beim Ausbau der Elektromobilität – neben dem vergleichsweise hohen Preis der Fahrzeuge und der geringeren Reichweite.

          Es werden immer mehr: Rund 13.500 öffentliche und teil-öffentliche Ladepunkte an 6700 Ladesäulen für Elektroautos gibt es bereits.

          So viel Wohnraum wie nie zuvor

          In Deutschland gibt es derzeit so viele Wohnungen und neue Wohnfläche wie noch nie zuvor. Zum Jahresende 2017 ist die Zahl der Wohnungen auf knapp 42 Millionen gewachsen. Dies berichtete das Statistische Bundesamt. Das waren 3,7 Prozent mehr als im Jahr 2010. Zusammen boten die Wohnungen annähernd 3,9 Milliarden Quadratmeter Wohnfläche. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner wuchs damit seit 2010 um 3,3 Prozent auf jetzt 46,5 Quadratmeter. Auf eine Wohnung kommen ziemlich exakt zwei Bürger. Trotzdem sind sich Wohnungswirtschaft, Politik und Sozialverbände weitgehend einig, dass in Deutschland zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden muss – vor allem in den Ballungszentren.

          Immer mehr Bio-Lebensmittel in Discountern

          Deutschlands Discounter, Supermärkte und Drogeriemärkte haben in den vergangenen Jahren ein immer größeres Stück des Bio-Marktes erobert. Fast zwei Drittel der Ausgaben der Bundesbürger für Bio-Lebensmittel landen inzwischen in ihren Kassen – mit steigender Tendenz. Mehr als zehn Milliarden Euro gaben die deutschen Verbraucher im vergangenen Jahr für ökologische Produkte aus – rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr. „Die Deutschen haben offenbar immer noch und vor allem immer öfter Appetit auf Bio-Lebensmittel und bescheren der Branche weiteres Wachstum“, heißt es in einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Seit 2004 hat sich der Bio-Anteil an den Lebensmittelausgaben mehr als verdreifacht. Laut einer aktuellen Marktstudie des Marketingunternehmens AMM findet es die Mehrzahl der Verbraucher gut, dass man Bio inzwischen auch bei Edeka, Rewe, Aldi und Lidl kaufen könne. Das sei billiger als in den Fachgeschäften und außerdem müsse man beim Einkauf dadurch keinen Umweg machen, fanden viele der Befragten.

          Erfreut sich wachsender Beliebtheit: Mehr als zehn Milliarden Euro gaben die deutschen Verbraucher im vergangenen Jahr für ökologische Produkte aus.

          Allgemeine Relativitätstheorie bestätigt

          Wissenschaftlern ist es gelungen, Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zu beweisen. Erstmals konnten sie bei einem Stern, der sich um ein supermassereiches Loch bewegt, die sogenannte Gravitations-Rotverschiebung nachweisen. Beobachtungen eines Sterns nahe des Schwerkraftmonsters mit einem Großteleskop der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile bestätigten die von der Relativitätsheorie vorhergesagten Effekte auf die ferne Sonne, wie die Wissenschaftler am Donnerstag in Garching berichteten. Auf diese Entdeckung hatten die Forscher lange gewartet, wie FAZ.NET bereits berichtete. Sie hatten zwar bereits 2002 einen Vorbeiflug von S2 am Schwarzen Loch beobachtet, damals aber noch mit einer weit weniger ausgereiften Messtechnologie.

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