https://www.faz.net/-gum-9w78r

Vereinigte Staaten : Immer mehr obdachlose Schüler

  • Aktualisiert am

„The Birthday Party Project“ kümmert sich um obdachlose und in Obhut genommene Kinder. Bild: AP

Mehr als 1,5 Millionen Schüler in den Vereinigten Staaten schlafen in Autos, verlassenen Autos oder bei Freunden. In der Schule verlieren sie oft den Anschluss.

          1 Min.

          In den Vereinigten Staaten leben immer mehr Schüler ohne ein Zuhause. Nach einer Studie des Nationalen Zentrums für die Ausbildung von Obdachlosen kampierten im Schuljahr 2017/2018 mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche, die staatliche Bildungseinrichtungen besuchten, in Autos, verlassenen Häusern oder bei Freunden. Damit hat sich die Zahl obdachloser Schüler seit dem Jahr 2005 mehr als verdoppelt.

          Als Gründe nannten die Macher der jetzt veröffentlichten Studie die Arbeitslosigkeit der Eltern, hohe Mieten, häusliche Gewalt und die Opioid-Krise. Im Jahr 2018 griffen mehr als zehn Millionen Amerikaner zu Opioiden, etwa zwei Millionen gelten als abhängig. Das „National Centre for Homeless Education“ warnte zudem vor den Folgen der Obdachlosigkeit. Nur einer von drei Schülern ohne festes Zuhause könne der Klassenstufe entsprechend lesen. In Mathematik und Naturwissenschaften erfüllten noch weniger Kinder und Jugendliche die schulischen Anforderungen.

          „Obdachlose Schüler befinden sich in einer Krisensituation. Da sie nicht das Privileg genießen, sich auf ihre Ausbildung konzentrieren zu können, verlieren sie den Anschluss“, sagte Amanda Clifford, Sprecherin des Nationalen Jugendforums für Obdachlosigkeit.

          Weitere Themen

          Sudan erlebt Jahrhundertflut

          Tödliche Wassermassen : Sudan erlebt Jahrhundertflut

          Der Nil steht bei 17,5 Metern: Sudan kämpft gegen die schlimmsten Überschwemmungen seit drei Jahrzehnten. Mittlerweile hat die Regierung den Notstand ausgerufen. Doch die Flut ist nur eines von vielen Problemen.

          Topmeldungen

          Ein Bild der Verstorbenen projiziert auf die Fassade des Supreme Court

          Ruth Bader Ginsburgs Tod : Eine Katastrophe für Joe Biden

          Bestätigen die Republikaner noch vor der Wahl einen neuen Richter, verändern sie das Land auf lange Zeit. Warten sie ab, spornen sie konservative Trump-Kritiker zu dessen Wiederwahl an. Und damit enden die Sorgen der Demokraten noch nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.