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Meeresforscherin im Gespräch : „Ich hoffe, dass wir aus dem Verzicht lernen“

  • -Aktualisiert am

Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, verabschiedet im Mai in Bremerhaven das deutsche Forschungsschiff Maria S. Merian. Bild: dpa

Antje Boetius forscht in Tiefsee- und Polargebieten. Im Interview spricht sie über die Folgen von Corona für ihre Arbeit, woran Wissenschaftler beim Thema Klimawandel scheitern – und ob man Fisch noch bedenkenlos essen kann.

          5 Min.

          Frau Boetius, wie sieht es aktuell einen Kilometer unter dem Meeresspiegel aus, und was verrät Ihnen das über den Zustand der Natur?

          Als Tiefsee- und Polarforscherin befasse ich mich mit jenen Regionen der Erde, die von uns Menschen am weitesten weg sind. Viele denken dabei an unberührte Regionen, an Orte, an denen es keine Probleme mit dem Zustand der Natur gibt, weil der Mensch dort keinen direkten Einfluss hat. Durch meine Forschung kann ich aber sagen: Wir haben überall unsere Spuren hinterlassen. Aufgrund des gesteigerten Energie- und Ressourcenverbrauchs pro Kopf und der Menschheit insgesamt hat der Klimawandel auch die Tiefsee erreicht. In den letzten Winkeln der Erde finden wir Partikel von Plastikmüll. In der Arktis kommt Mikroplastik mit dem Schnee aus der Atmosphäre und sinkt in die Tiefsee ab. Dadurch, dass sich die Oberfläche der Meere erwärmt, verändert sich auch die Zusammensetzung der Algen, und davon wiederum ernähren sich die Meerestiere.

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