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Mediencoach über „Squid Game“ : „Die Serie sollte ab 18 sein – oder auf dem Index landen“

„Auch für manche Erwachsene verstörend“: Beim „Squid Game“ können die Teilnehmer viel Geld gewinnen – oder müssen sterben. Bild: AFP

Die Serie „Squid Game“ sei nichts für Kinder, sagt Mediencoach Iren Schulz. Die Pädagogin von „Schau Hin!“ erklärt, wie viel Gewalt in den Medien der Nachwuchs verkraftet.

          3 Min.

          Frau Schulz, die Netflix-Serie „Squid Game“ hat auch Schulhöfe erreicht: ­Kinder spielen die in der Serie gezeigten Spiele nach – der Verlierer wird am Ende „erschossen“, in einigen Fällen auch beleidigt oder geschlagen. Müssen Eltern sich Sorgen machen?

          Julia Anton
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Wenn so etwas beobachtet wird, ist es in jedem Fall wichtig, gemeinsam mit den Kindern darüber zu sprechen, wie bei allen kontrovers diskutierten Medien­angeboten. In dem Fall von „Squid Game“-Spielen sollte man aber auch hinsehen, ob es wirklich so dramatisch ist. Ein gewisses spielerisches Machtprinzip, bei dem es Gewinner und Verlierer gibt, gehört zum kindlichen Spiel dazu. Werden tatsächlich Kinder geschlagen, beleidigt oder aus­gegrenzt, ist natürlich eine Grenze überschritten. Dennoch ist es gut, dass durch den Hype jetzt auch über Jugendschutz gesprochen wird – das sorgt vielleicht dafür, dass Netflix hier noch mal nach­justiert.

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