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Mauerfall : „Es war eine wilde Zeit“

In einer neuen Welt: Isabel trieb sich zur Wendezeit in einem Abbruchhaus herum. Bild: Andreas Voigt

Der Dokumentarfilmer Andreas Voigt erlebte das Ende der DDR in Leipzig hautnah mit. Für seine Reihe über die Folgen der Wende hat er Zeitzeugen von damals bis heute begleitet. Sie sprachen mit ihm über ihre Gedanken, Träume, Hoffnungen.

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          Herr Voigt, seit dreißig Jahren begleiten Sie als Dokumentarfilmer ehemalige Bürger der DDR. In Ihrem „Leipzig-Zyklus“ kommen Sie ihnen sehr nah. Wann haben Sie die Arbeit daran begonnen?

          Im Oktober 1989, als die großen Demonstrationen auf den Straßen in Leipzig stattfanden, war ich als Dokumentarfilm-Regisseur bei der Defa angestellt, einem staatlichen Filmstudio der DDR. Die Montagsdemonstrationen wurden größer und größer. Ich habe am 16. Oktober einen Brief an die Studioleitung geschrieben. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen habe ich diesen Brief unterschrieben, bin damit zum Studiodirektor gegangen und habe ihm gesagt: „In unserem Land passieren gerade unglaubliche Dinge, und wir sind das DEFA-Studio für Dokumentarfilme, das müssen wir jetzt beschreiben.“

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