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Tochter von Markus Söder : Die Persönlichkeit hat sie von ihrem Vater

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Gloria Burkandt: die älteste Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder Bild: dpa

Die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten hat es auf das Cover eines Lifestyle-Magazins geschafft. Dort spricht sie auch über ihren Vater und zeigt, dass sie beim Thema Politik ihren eigenen Kopf hat.

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          Seit Längerem ist bekannt, dass es die voreheliche und zugleich älteste Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ins Model-Geschäft zieht. Die orthodoxe Orientierung an Relevanz hat es bisher verhindert, dass an diesem Platz in der gebührenden Ausführlichkeit über Gloria Burkandt (ehemals auch als Gloria-Sophie bekannt) berichtet wurde – nun aber hat sie es aufs Cover von „Max“ geschafft, dem „Magazin für Lebensästhetik“, in dem die Wirtschaftsstudentin, 22, auch über ihr Verhältnis zum berühmten Vater plaudert.

          Dabei zeigt sich, dass sie von ihm nicht nur die Körpergröße mitbekommen hat, sondern auch, wie sie selbst sagt, „die Persönlichkeit“ („eher“ jedenfalls als von der Mutter). Söder hatte einst in der F.A.Z. verlangt, „Wir alle müssen wegkommen vom Ego first“, seine Tochter führt dieses Erbe nun weiter: „Der Mensch ist eben kein Egoist.“ Dass sie, wie ihr Vater, der ja auch der Vater der „Hightech Agenda“ ist, eine Technikaffinität hat, macht sie durch den Satz klar, früher habe sie Alan Turing bewundert, der gelte als „Vater der künstlichen Intelligenz“.

          Wie ihr Vater so ist auch Burkandt mit der Technik vertraut, Interviewfragen ins Leere laufen zu lassen. Scheinbar unschuldig will „Max“ wissen, was Gloria mit ihrem Namen, der „Ruhm“ bedeutet, verbinde. Sie: „Andere interpretieren in den Namen sehr viel hinein. Für mich aber ist es nur ein stinknormaler Name.“

          Es zeigt sich aber auch, dass Gloria sehr wohl ihren eigenen Kopf hat. Obwohl die Partei ihres Vaters dem Gendern reserviert gegenübersteht, macht sie es („Klimaaktivist:innen“). Aufmerken dürfte ihr Vater auch bei ihrer durchaus fundierten Einschätzung zum Klimaschutz: „Da wird einfach mehr schöngeredet und oberflächlich gehandelt als wirklich verändert.“ Geradezu mephistophelisch ist schließlich ihre Antwort auf die Frage, ob sie mit ihrem Vater, der immerhin fast Kanzler, mithin Weltpolitiker, geworden wäre, über Politik rede. „Nur über internationale. Bei der nationalen halte ich mich raus. Das ist sein Beruf, und davon hat er viel mehr Ahnung.“

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