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K-Frage : Sind wir bereit für einen Bayern im Kanzleramt?

Bayern können alles: die Münchner Schwulengruppe „Schwuhplattler“ nach einem Auftritt im Reichstagsgebäude. Bild: Caro / Waechter / FOTOFINDER.COM

Vergessen wir mal alle Politik: Wären die Deutschen überhaupt mental bereit für einen Bayern im Kanzleramt? Unser Redakteur hat die Beweise gesichtet.

          5 Min.

          In der Debatte über den Kanzlerkandidaten der Union hat die Frage, ob ein Bayer dem Rest der Repu­blik, um nicht zu sagen der Resterepu­blik, vermittelbar wäre, nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Womöglich aus zwei Gründen. Markus Söder wird jenseits des Weißwurstäquators nicht wirklich als Bayer wahrgenommen; das ist ja sogar diesseits so, weil er ein Franke ist und sich jeder anderen Kategorisierung verschließt als jener, eben Markus Söder zu sein. Ein zweiter Grund könnte sein, dass sich der Rest von Deutschland inzwischen mit den Bayern arrangiert hat oder, was aus deren Sicht schlimmer wäre, sie schlicht nicht mehr fürchtet.

          Timo Frasch
          (tifr.), Politik

          Diese Woche hat gezeigt, dass beides nicht ganz richtig ist. Mag sein, dass Söder die Tracht trägt wie ein Faschingskostüm; so hat das mal ein wichtiger Mann aus einer Partei formuliert, die sich selbst für noch bayerischer hält, als es die CSU tut. Mag auch sein, dass Söder die Leichtigkeit eines Monaco Franze abgeht, man sieht das schon an seinem Gang. Söder ist Nürnberger und verhält sich damit zu München wie Preußen zu Bayern. Er trinkt außerdem kaum Alkohol, ist allzu fleißig, und seiner ausgeprägten Neigung zum Spiel fehlt das Spielerische.

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