https://www.faz.net/-gum-99y16

Marihuana in Kalifornien : Der „Green Rush“ lässt auf sich warten

  • -Aktualisiert am

In Kalifornien legal, aber trotzdem schwer zu kriegen: Marihuana. Bild: dpa

Kalifornien hat Anfang des Jahres Marihuana legalisiert. Doch das Geschäft ist schwieriger als erhofft – für Unternehmer, Kunden und den Staat.

          3 Min.

          Millionen Kalifornier hatten sich das Szenario schon in leuchtenden Farben ausgemalt: Nach Feierabend in einer gemütlichen Lounge bei ein paar Gramm Marihuana zu entspannen oder auf dem Nachhauseweg im Supermarkt neben dem Abendessen auch noch ein Tütchen „Pink Panther“ oder „L.A. Confidential“ für den Nachtisch einzukaufen. Nach der Legalisierung von Marihuana zum 1. Januar schien der „Green Rush“ in Amerikas Golden State nur noch eine Frage weniger Tage. Die Begeisterung über den ungebremsten Konsum auch zu Erholungszwecken lässt aber weiter auf sich warten. „Es dauert ewig, eine Lizenz zu bekommen. Viele Kunden wissen immer noch nicht, wo sie Marihuana kaufen können“, sagt Jana, die die Besucher des „Green Dot“, eines Cannabis-Geschäfts in der Küstenstadt Marina del Rey, empfängt.

          Vier Monate nach der Legalisierung von Marihuana in Kalifornien ähnelt die Suche nach einer Verkaufsstelle einer Schnitzeljagd. Um „recreational cannabis“ verkaufen zu dürfen, benötigen Anbieter neben einer Lizenz des Bundesstaats auch die Genehmigung der jeweiligen Stadtverwaltung. Viele Gemeinden tun sich damit aber weiterhin schwer. Während in Marina del Rey die Tür zum „Green Dot“-Verkaufsraum nach der Ausweiskontrolle aufschwingt, warten Kunden im benachbarten Santa Monica noch immer auf die erste Anlaufstelle.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+