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Männliche Hebammen : „Ich will nicht Entbindungspfleger genannt werden“

Dienst nach Wunsch: Kilian Lanig macht bei dem zwei Tage alten Liam einen Hörtest. Bild: Stefan Finger

In Deutschland gibt es nur sehr wenige männliche Hebammen. Kilian Lanig hat in der Geburtspflege seinen Traumberuf gefunden. Schon vierzig Kindern hat er auf die Welt geholfen.

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          Herzerweichend reißt das Neugeborene den Mund auf. Einen Mordshunger hätte der kleine Kerl – wenn er nicht aus Silikon wäre. Im Stillzimmer des Bochumer St. Elisabeth-Hospitals packt Kilian Lanig die Puppe mit so sanftem wie behendem Griff und bringt sie in Seitenlage. Der Einunddreißigjährige steht nicht etwa kurz davor, Vater zu werden, und übt deshalb schon mal. In wenigen Wochen beginnen viel mehr seine Abschlussprüfungen.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Als einer von ganz wenigen Männern in Deutschland macht Lanig eine Hebammenausbildung, zu der neben Theorieblöcken vor allem das Lernen im echten Leben zählt. Lanig wird schon häufig eingesetzt: Auf der Wochenbettstation berät er im Stillzimmer die jungen Mütter, regelmäßig steht er Frauen im Kreißsaal bei der Geburt bei. 40 Jungen und Mädchen hat er schon auf die Welt geholfen.

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