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BTS, Blackpink und Co. : Mach Platz, Justin Bieber, hier kommt K-Pop

Mädchen bei einem K-Pop-Tanz-Event in Frankfurt Bild: Lucas Bäuml

Mädchen und junge Frauen aus Deutschland und aller Welt stehen auf eingängige Melodien, züchtige Outfits und androgyne Stars – aus Südkorea. Warum nur? Eine Spurensuche.

          9 Min.

          Der Hype lässt sich zum Beispiel an einem Samstagnachmittag Ende Juli am Frankfurter Goetheplatz beobachten. Dort hat sich eine Gruppe von rund 50 Jugendlichen versammelt. Die Mädchen – sie sind gegenüber den Jungs deutlich in der Überzahl – tragen Turnschuhe, manche Kniestrümpfe, Faltenröcke, neonfarbene Shirts. „BTS“ steht auf dem Shirt eines Mädchens und auch auf dem Rucksack eines anderen. Eine Jugendliche stellt eine Box an den Rand des Platzes, spielt ein Lied an – und zehn Teenies stürmen kreischend in die Mitte und beginnen, erstaunlich synchron, eine Choreographie zu tanzen.

          Leonie Feuerbach
          Redakteurin in der Politik.

          BTS? Das ist der Name einer Band von sieben Südkoreanern Anfang 20, die gerade sämtliche Rekorde knacken: Knapp 75 Millionen Video-Aufrufe binnen 24 Stunden; dreimal Nummer eins in den US Billboard Charts innerhalb von elf Monaten; mehr als fünf Millionen verkaufte Platten im Jahr 2018. Rund 35000 Konzerttickets für BTS in Berlin waren im Herbst in Minutenschnelle ausverkauft, bei Ticketpreisen von bis zu 240 Euro. Auf Instagram folgen der Band 20 Millionen Menschen – sechs Millionen mehr als Donald Trump. Und 2017 wurde über BTS mehr getwittert als über den amerikanischen Präsidenten und Justin Bieber zusammen.

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