https://www.faz.net/-gum-7hlm5

Luxemburgisches Königshaus : „Ja“ bei zehn Grad

Kurz nach dem Ja-Wort: das frisch vermählte Paar am Dienstag in Königstein Bild: dpa

Sie wollten sich im Land der Braut trauen - darum geben sich Prinz Félix von Luxemburg und die Unternehmertochter Claire Lademacher in Königstein im Taunus das Ja-Wort. Das Paar zeigt sich bescheiden.

          1 Min.

          Eine gute halbe Stunde dauerte es, dann traten die deutsche Unternehmertochter Claire Lademacher und Prinz Félix von Luxemburg am Dienstag nach dem Ja-Wort auf die Terrasse der Villa Rothschild in Königstein bei Frankfurt. Bei frischen zehn Grad und einem kurzen Regenschauer stellte sich das Paar den Fotografen: Die Braut im weißen, wollenen Crèpe-Kleid von Jan Taminiau mit Schößchen und Gürtel, der bärtige Prinz im dunklen Anzug mit orangefarbener Krawatte, beide in guter Laune.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Nur der engste Familienkreis war bei der standesamtlichen Trauung dabei, die traditionell im Land der Braut stattfindet. Dort wiederum war der Ort mit Bedacht gewählt: Claire Lademacher ist im nahen Usingen aufgewachsen, und das Haus Luxemburg hat historische Verbindungen nach Königstein. Adolph von Nassau, der 1890 im Alter von 73 Jahren die Erbfolge als Großherzog von Luxemburg antrat, war Königstein eng verbunden. Hier hatte er mit seiner Frau Adelheid Marie auf der Hochzeitsreise Station gemacht, und das „Luxemburger Schloss“, das heute als Amtsgericht genutzt wird, war später die Sommerresidenz des Herzogpaars.

          Bescheidenes Brautpaar

          Claire, die 28 Jahre alte Tochter des Software-Unternehmers Hartmut Lademacher, hat Bioethik studiert und bereitet ihre Doktorarbeit über ethische Aspekte der Einwilligung zur Organspende vor. Sie und der ein Jahr ältere Prinz haben sich auf dem Schweizer Internat Collège Beau Soleil am Genfer See kennengelernt. Félix ist der zweitgeborene Sohn des Luxemburgischen Großherzogs Henri. Sein älterer Bruder, Thronfolger Guillaume, hatte im vergangenen Jahr die belgische Gräfin Stéphanie de Lannoy geheiratet.

          Die kirchliche Hochzeit von Félix und Claire ist für Samstag im südfranzösischen Saint-Maximin-la-Sainte-Baume in merklich größerem Rahmen geplant. In der Provence, wo beide Familien Sommerhäuser haben, werden zahlreiche Gäste aus dem europäischen Adel erwartet. Am Dienstag fuhr das Paar zwar in einer großen Limousine vor. Beim Verlassen der einstigen Bankiers-Villa im Taunus, die heute ein Luxushotel ist, gaben sich die beiden aber bescheiden: Braut und Bräutigam zwängten sich in einen BMW-Kabinenroller aus dem Jahr 1958, den Félix selbst steuerte – für einen Chauffeur ist darin schließlich kein Platz.

          Weitere Themen

          Anklage nach falscher Anschuldigung gegen Schwarzen

          Im Central Park : Anklage nach falscher Anschuldigung gegen Schwarzen

          Ein schwarzer Vogelbeobachter hatte Ende Mai im Central Park eine weiße Frau aufgefordert, ihren Hund anzuleinen – woraufhin sie der Polizei meldete, dass er sie bedrohe. Jetzt wird die Frau wegen falscher Anschuldigungen angeklagt.

          Topmeldungen

          Handwerker installieren Solarmodule auf dem Dach: Kann die Vision der autarken und unbegrenzten Energieversorgung Wirklichkeit werden?

          Photovoltaik in Deutschland : Auferstanden aus Ruinen

          Nach Jahren der Krise fasst die Solarbranche in Deutschland wieder Mut. Ein Energieberater erklärt, was es von A bis Z alles zu beachten gilt – und nicht nur in Dresden leben alte Träume fort.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.