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Podolski setzt das lange Messer an den riesigen Fleischberg. Kameras klicken. Ein Mann in schwarzem T-Shirt schneidet dann wirklich. Bild: STEINBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Lukas Podolskis neue Bude : „Der Döner ist eine gute Sache“

Was macht einen guten Döner aus? „Er schmeckt“, sagt Lukas Podolski. Ein Besuch in der Dönerbude, die der Fußballstar und „Homo Colonius“ eröffnet hat.

          Ein guter Döner ist keine einfache Sache. Lukas Podolski sagte seinem Geschäftspartner wochenlang, „es muss der Beste sein, der Beste“. Metin Dag und seine Familie führen bereits sechs Dönerläden in Köln, den siebten eröffneten sie am Samstag – und Teilhaber ist der Fußballprofi Podolski. Neben dem Schriftzug Mangal Döner steht „LUKAS PODOLSKI“. Das soll aber nicht bloß Werbung sein, sagt Dag, Podolski mische sich auch bei Design, Planung und Produkt ein. Was macht also einen guten Döner aus? „Er schmeckt“, sagt Podolski. Man müsse sehen können, wie er entsteht, „Salat, Fleisch, frische Produkte. Dann passt das.“

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Der Döner aus der Hand Lukas Podolskis hat ein frisch gebackenes Brot als Hülle. Nicht geröstet, nicht knusprig. Etwas zu viel Fleisch, etwas zu wenig Soße. Dafür Minze, Zitronensaft und rote Zwiebeln. Außerdem Tomate und Gurke, keine Pepperoni und keinen Schafskäse. Podolski setzt das lange Messer an den riesigen Fleischberg, der sich dreht. Kameras klicken. Ein Mann in schwarzem T-Shirt übernimmt, schneidet dann wirklich. Zwei andere belegen die Döner. Brot mit Soße einschmieren, schnelle Zangengriffe in Berge von Kohl, Salat und Fleisch. Podolski posiert, überreicht die Döner.

          Es schmeckt ganz gut. „Wie’n Döner“, sagt Nicole, 23 Jahre alt, später. Richtig Hunger hat sie nicht. „Aber es ist ein Döner vom Lukas.“ Sie ist aus Kassel nach Köln gereist, hat fünf Stunden in der Schlange vor dem Laden ausgeharrt und war die erste Kundin. Podolski hat ein Trikot für sie signiert, über die Theke hinweg ein Selfie gemacht. Nicoles Freundin Jana zitterte, als sie dem Fußballstar gegenüberstand, Nicole weinte. Nach vier Minuten wurden sie mit ihren Begleitern aus dem Laden geschoben, die Nächsten in der Schlange waren dran. Selfie, Unterschrift, Döner, tschüs!

          „Der ist so bodenständig“

          Nicole war auch im vergangenen Jahr dabei, als Podolski seine Eisdiele eröffnete. Völlig begeistert ist sie „vom Lukas“ seit etwa zwölf Jahren, seit der Fußball-WM 2006. „Der ist so bodenständig. Der kommt immer wieder zurück und hängt an seiner Heimat.“ Melissa und Phil, 15 Jahre alt, standen gleich hinter Nicole in der Schlange. „Irgendwann übernimmt der mal die U-Mannschaft, der wird bestimmt was in Köln machen“, sagt Melissa, die aus dem nahen Sankt Augustin angereist ist.

          Ein paar hundert Menschen sind zur Eröffnung gekommen. Von 1000 ist später die Rede. Der Vermieter der Dönerbude steht im Hauseingang und kann den Rummel nicht recht fassen. Vorher war ein Vietnamese im Lokal, fast 15 Jahre lang, „sehr nette Leute“, und dann ein Burgerladen, „leider glücklos“. Und jetzt Lukas Podolski. „Der wird ja nicht immer da sein“, sagt der Vermieter. „Das wird ja weniger werden mit dem Andrang.“ Er hat einen Aushang am Tag vorher gemacht. Weil Podolski komme, sei mit vielen Fans zu rechnen. „Dies bedeutet Lärm und Beeinträchtigung.“ Einkäufe sollten schon am Vormittag erledigt werden, die Haustüre solle man nicht für Unbefugte öffnen.

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