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Lebensrettender Handgriff : Erfinder des Heimlich-Manövers gestorben

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Im Mai rettete Henry Heimlich diese 87 Jahre alte Frau mit dem nach ihm benannten Griff. Bild: Reuters

Ronald Reagan und Marlene Dietrich konnten mit seinem Griff gerettet werden. Erst vor wenigen Monaten wendete der Amerikaner Henry Heimlich zum ersten Mal selbst das Heimlich-Manöver an. Jetzt ist der Arzt gestorben.

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          Er erfand einen Handgriff, der unzähligen Menschen das Leben rettete: Der amerikanische Arzt Henry Heimlich, der eine Methode zur Rettung von Menschen vor dem Erstickungstod entwickelte, ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Der Brustchirurg sei in einem Seniorenheim im Bundesstaat Ohio den Folgen eines Herzinfarkts erlegen, berichteten US-Medien am Samstag. Heimlich war der Erfinder und Namensgeber des so genannten Heimlich-Manövers, das Menschen bei Verstopfung der Luftröhre das Leben retten kann.

          Die Methode kommt etwa dann zum Einsatz, wenn sich Menschen beim Essen verschlucken und die Luftröhre durch Speiseteile verstopft ist. Heimlich hatte sie 1974 entwickelt, nachdem er selbst zum Zeugen eines derartigen Erstickungsanfalls in einem Restaurant geworden war. Wahrscheinlich haben zehntausende Menschen ihr das Leben zu verdanken.

          Das Heimlich-Manöver sieht vor, dass der Helfer den Patienten von hinten umfasst und mit ruckartigen Bewegungen der Faust im unteren Brustbereich den Luftdruck in der Lunge erhöht, so dass der Fremdkörper aus der Luftröhre wieder nach oben kommt.

          Heimlich selbst soll Berichten zufolge diese Methode erst vor wenigen Monaten selbst bei einer 87-jährigen Heimbewohnerin angewendet haben. Zu den Prominenten, bei denen das Heimlich-Manöver zum Einsatz kam, zählen der frühere amerikanische Präsident Ronald Reagan sowie die Schauspielerinnen Marlene Dietrich und Elizabeth Taylor.

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