https://www.faz.net/-gum-9qecw

Unvollendeter Elsner-Film : Fünf Schauspielerinnen übernehmen Hannelore Elsners Rolle

  • Aktualisiert am

Hannelore Elsner ist am 21. April im Alter von 76 Jahren gestorben. Bild: dpa

Es ist eine Hommage an ihre geschätzte Kollegin: Der unvollendete letzte Film „Lang lebe die Königin“ von Hannelore Elsner soll fertiggestellt werden – Kolleginnen spielen an ihrer Stelle die Szenen, die noch nicht gedreht waren.

          Der unvollendete letzte Film von Hannelore Elsner soll noch fertiggestellt werden. Das teilte das Erste am Freitag in München mit. Die Schauspielerin hatte die Dreharbeiten wegen ihrer schweren Erkrankung abgebrochen, sie starb am 21. April im Alter von 76 Jahren. Der Nachdreh zur Tragikomödie „Lang lebe die Königin“ unter der Regie von Richard Huber ist in dieser Woche in Dietramszell bei Bad Tölz zu Ende gegangen.

          Als Hommage an ihre verstorbene Kollegin haben fünf Schauspielerinnen ihre Rolle übernommen: Iris Berben, Hannelore Hoger, Eva Mattes, Gisela Schneeberger und Judy Winter spielten dem Ersten zufolge an je einem Drehtag eine Szene. Die Ausstrahlung des Films ist für 2020 geplant.

          In „Lang lebe die Königin“ spielte Elsner die Mutter von Nina Just (Marlene Morreis), Moderatorin bei einem Verkaufssender, die machen kann, was sie will, aber nie deren Anerkennung bekommt. Dann erfährt sie, dass ihre Mutter Krebs hat und eine Spenderniere braucht. Gleichzeitig entwickelt sie eine Zuneigung zu dem Pannenhelfer Mike (Matthias Kelle). Offen bleibt, ob Nina und ihre Mutter sich aussöhnen.

          Hannelore Elsner hatte die meisten Szenen bereits gespielt. Fünf Szenen seien übrig geblieben, in denen sich Mutter und Tochter in unterschiedlichen Situationen begegnen, erläuterte Claudia Simionescu, Redaktionsleitung Fernsehfilm beim Bayerischen Rundfunk. „So kam die Idee auf, die Rolle der Mutter auch mit fünf unterschiedlichen Schauspielerinnen zu besetzen.“ Inhaltliche Änderungen am Drehbuch habe es nicht gegeben. „Wir wissen, wie wichtig es Hannelore Elsner gewesen ist, dass dieser Film fertiggestellt wird.“

          Weitere Themen

          „Man kann nicht jung bleiben“

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.

          Doch kein Sturm auf „Area 51“

          Alien-Fans bei Miitärbasis : Doch kein Sturm auf „Area 51“

          Zwei Millionen Menschen erklärten auf Facebook ihre Teilnahme an „Storm Area 51“. Doch tatsächlich kamen am Freitag nur rund Hundert Alien-Fans zu der Militärbasis, die zuvor den Einsatz von Waffengewalt angekündigt hatte.

          Topmeldungen

          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.
          Pendler auf der London Bridge

          Mobilität : Wie London die Verkehrsflut meistert

          Die größte Stadt Europas baut ihr Bahnnetz aus und nutzt Big-Data-Analysen, um die U-Bahn zu verbessern. Ein anderes Verkehrsmittel soll hingegen aus der City verbannt werden – und das schon diesen Sonntag.
          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.