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Eigener Wunsch : Lagerfeld bekommt keine öffentliche Zeremonie

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Karl Lagerfeld auf einem Archivbild neben David Copperfield und Claudia Schiffer Bild: Reuters

Für den gestorbenen Modeschöpfer soll es keine Trauerfeier geben. „Wir respektieren den Wunsch von Karl Lagerfeld“, sagte ein Sprecher seines Modehauses. Lagerfeld hatte wiederholt den Wunsch geäußert, eingeäschert zu werden.

          Für den verstorbenen Modedesigner Karl Lagerfeld soll es nach seinem eigenen Wunsch keine Trauerfeier geben. „Seine Wünsche werden respektiert“, sagte eine Sprecherin von Lagerfelds Marke Karl Lagerfeld am Mittwoch. Der „Modezar“, der einmal das Bonmot prägte, lieber sterben zu wollen, als beerdigt zu werden, hatte wiederholt den Wunsch geäußert, eingeäschert zu werden.

          Die französische Zeitung „Le Monde“ erinnerte am Mittwoch an Lagerfelds Äußerungen, dass seine Asche der seiner Mutter und der von Jacques de Bascher hinzugefügt werden solle. De Bascher war bis zu seinem Aids-Tod im Jahr 1989 Lagerfelds Lebensgefährte. Die Asche der Verstorbenen ist an einem „geheim gehaltenen Ort“, hatte Lagerfeld der Biografin de Baschers anvertraut. „Eines Tages wird man meine hinzufügen“. Die Biografie „Jacques de Bascher – Dandy de l'ombre“ erschien 2017.

          Ähnlich hatte sich Lagerfeld im April vergangenen Jahre im Modemagazin „Numéro“ geäußert. Bereits 2015 hatte er im französischen Fernsehen seine Abscheu vor Beerdigungen gezeigt: „Ich finde das schrecklich. Ich möchte einfach verschwinden wie die Urwald-Tiere.“ Der gebürtige Hamburger, einer der berühmtesten Modeschöpfer der Welt, war im Alter von 85 Jahren gestorben, wie das französische Modehaus Chanel am Dienstag bestätigte.

          Der Direktor der Uffizien in Florenz erklärte, er würde Lagerfeld gerne eine Ausstellung in der Gemäldegalerie widmen. Lagerfeld sei ein „wahrer Gentleman“ gewesen, sagte der deutsche Direktor Eike Schmidt laut Nachrichtenagentur Ansa. „Er hat es Leuten, Freunden, Kollegen nie erlaubt, vom Tod zu sprechen, nicht mal über Krankheiten.“

          In seiner Wahlheimat Frankreich wurde Lagerfeld gehuldigt. „Er war der Kaiser, der Kaiser der Mode“, schrieb die Tageszeitung „Le Figaro“. Das Amt von Staatschef Emmanuel Macron teilte mit: „Die Haute-Couture, die Mode, der französische und europäische Stil verlieren (...) eines ihres größten Talente und ihren berühmtesten Botschafter.“ Frankreich habe Lagerfeld viel zu verdanken.


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