https://www.faz.net/-gum-8tyu1

Super Bowl : Lady Gagas Geheimnis

  • -Aktualisiert am

Die Show gehört zum Spiel: Lady Gaga bereitet sich auf ihren Auftritt in der Halbzeit-Pause vor. Bild: dpa

Die berühmte „Half time“ beim Super Bowl bestreitet in diesem Jahr niemand geringeres als Lady Gaga. Die Grammy-Gewinnerin macht ein großes Versprechen.

          2 Min.

          Wer beim Super Bowl 2017 die berühmte „Half time“ bestreiten wird, ist in diesem Jahr keine Frage. Dass Lady Gaga am Sonntag die erwarteten 110 Millionen Zuschauer unterhält, ließen die Veranstalter schon vor einigen Monaten durchsickern. Wie der Auftritt der Popdiva in der Pause des Football-Spektakels aussieht, blieb dagegen ein Geheimnis. Die „New York Post“ skizzierte Pläne, wonach Lady Gagas Show eventuell auf das durchsichtige, bewegliche Dach des NRG Stadiums in der texanischen Stadt Houston verlegt werden soll. Die Sängerin soll dazu durch die Luft schweben. An Seilen? Mit einem Hubschrauber? Bisher sagte die Grammy-Preisträgerin nur: „Es werden die besten zwölf Minuten unseres Lebens.“

          Beim Super Bowl, für amerikanische Footballfans das Highlight des Fernsehjahres, liegt die Latte selbst für experimentierfreudige Entertainer hoch. Seit Michael Jackson vor 14 Jahren in der „Half time“ in Pasadena mit 3500 Kindern „Heal the World“ sang, gehören Stunts und Showeinlagen fest zum Programm. Katy Perry ritt vor zwei Jahren zu „Roar“ auf einem haushohen goldenen Löwen ins Stadion, im vergangenen Jahr rief Beyoncé in Fischnetzstrumpfhose und schwarzer Lederjacke Erinnerungen an die Black Panther Party wach.

          Texas : Super Bowl: Das Sportereignis der Superlative

          Auch Werbespots gehören zu den Highlights

          Lady Gaga stimmte das Publikum damals vergleichsweise harmlos im hibiskusroten Lurexanzug mit der Nationalhymne auf das Endspiel der amerikanischen Profiliga NFL ein. Bevor nun am Sonntag die Atlanta Falcons gegen die New England Patriots antreten, versucht der Country-Musiker Luke Bryan „The Star-Spangled Banner“ fehlerfrei vorzutragen. Mit dem Münzwurf eröffnet wird der Super Bowl wohl vom ehemaligen Präsidenten George H.W. Bush und seiner Frau Barbara. Bushs Sprecher teilte mit, das Paar fühle sich geehrt von der Einladung. Erst vor anderthalb Wochen war der 92 Jahre alte Bush aus dem Krankenhaus entlassen worden, wegen einer Lungenentzündung lag er zuvor noch auf der Intensivstation.

          Neben Münzwurf, Nationalhymne und Halbzeitpause gehören auch die Werbespots zu den Highlights des Super Bowl. Für etwa fünf Millionen Dollar je 30 Sekunden Sendezeit lässt der deutsche Autobauer Mercedes-Benz in diesem Jahr den „Easy Rider“ Peter Fonda durch die Wüste fahren. Die Brauerei Anheuser-Busch erinnert in einem Werbespot an den Immigranten Adolphus Busch, der im 19. Jahrhundert mit dem ebenfalls aus Deutschland eingewanderten Eberhard Anheuser in St. Louis im Bundesstaat Missouri ein Brauhaus gründete. Und die Schauspielerin Melissa McCarthy („Ghostbusters“) unterhält die Fernsehzuschauer im Auftrag des südkoreanischen Autoherstellers Kia Motors als tolpatschige Umweltkriegerin.

          Keine politische Show?

          Während die ganze Welt über den amerikanischen Präsidenten spricht, soll Donald Trump beim 51.Super Bowl dagegen ausnahmsweise keine Rolle spielen – sagen die Organisatoren. Medienberichte, wonach die NFL Lady Gaga, Anhängerin der gescheiterten Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, ein Statement zu Trump verboten habe, wies die Organisation aber zurück. „Da versuchen einige Leute, einen Skandal anzuzetteln, wo es keinen gibt“, teilte die Liga mit.

          „Der Super Bowl bietet Menschen die Gelegenheit, zusammenzukommen. Lady Gaga versucht, für die Fans eine tolle Show hinzulegen. Wir lassen uns durch die Gerüchte nicht ablenken.“ Lady Gaga wiederum will sich selbst von ihren Anliegen aber auch nicht ablenken lassen. „Die einzigen Statements, die ich während der Halbzeitshow machen werde, sind solche, die ich in meiner ganzen Karriere schon gemacht habe“, sagte sie am Donnerstag in Houston. „Ich glaube an die Macht der Inklusion. Ich glaube an den Geist von Gleichheit. Und der Geist dieses Landes ist von Liebe, Mitgefühl und Güte geprägt.“ Ihr Auftritt werde dieses Weltbild unterstützen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der belarussische Staatschef Alexandr Lukaschenko

          Belarus : Lukaschenko greift Deutschland wegen Sanktionen scharf an

          Der belarussische Staatschef bringt die Strafmaßnahmen des Westens in Verbindung mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren. In Richtung von Außenminister Maas fragt er, ob dieser ein „Erbe der Nazis“ sei.
          Stromtrasse in der Abendsonne im hessischen Hattersheim.

          F.A.Z. Frühdenker : Wie viel Strom benötigen wir 2030?

          Deutschland kämpft bei der EM ohne Regenbogen ums Weiterkommen. Der Verfassungsschutz befasst sich mit den Corona-Leugnern und Berlin ist noch sexy, aber nicht mehr arm. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
          EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (links) mit Kanzlerin Angela Merkel nach ihrem Treffen in Berlin

          Von der Leyen in Berlin : Die gütige Gabenbringerin aus Brüssel

          Ursula von der Leyen kommt aus Europas Hauptstadt nach Berlin. Neben monetären Zusagen in Milliardenhöhe bringt die EU–Kommissionspräsidentin auch noch viele freundliche Worte mit sich.
          „Ich habe das im Internet ganz anders gefunden“: Einen komplexen Beratungsbedarf bei einer Unternehmensnachfolge sollte man nicht mit einer Suche im Netz klären.

          Kolumne : Fünf Dinge, die als Unternehmensberater nerven

          „Ich habe das im Internet ganz anders gefunden.“ „Sie übersehen die bisher noch nicht genutzten Potentiale.“ „Ich kläre das mal für meine Frau.“ Solche Sätze nerven unseren Gastautoren, einen Unternehmensberater.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.