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Kosmetik : Uschi Glas verklagt Stiftung Warentest

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Uschi Glas wehrt sich ihrer Haut Bild: AP

Alles andere als glatt läuft es für die Kosmetiklinie von Schauspielerin Uschi Glas, nachdem die Stiftung Warentest der Gesichtscreme die Note „mangelhaft“ verpaßte. Nun soll der Streit über Pusteln und Allergien vor Gericht ausgetragen werden.

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          Die Schauspielerin Uschi Glas hat die Stiftung Warentest wegen der Bewertung ihrer Hautcreme als „mangelhaft“ auf Schadenersatz verklagt. Bei der Untersuchung von „Versandkosmetik“ für die April-Ausgabe der Zeitschrift „Test“ hatte die „Uschi Glas hautnah Face Cream“ bei zahlreichen Probandinnen Hautallergien ausgelöst. Stiftung Warentest hatte die Creme daraufhin als „mangelhaft“ eingestuft.

          Dies hatte Medienberichten zufolge zu einem dramatischen Umsatzverlust bei Uschi Glas' Kosmetikserie geführt. Der Umsatz für die im TV-Shoppingkanal „HSE 24“ vertriebenen Produkte sei um eine Million Euro zurückgegangen, sagte der Geschäftsführer der Vermarktungsfirma „4 S-Marketing“, Peter Sander. Deshalb will die Schauspielerin, sollte ihre Klage Erfolg haben, von der Stiftung Warentest auch Schadenersatz fordern.

          Einige schlaflose Nächte

          „Ich hoffe, daß alles bald vorbei ist“, wird Uschi Glas in der „Neuen Revue“ zitiert. „Es gab Häme, die jeder Beschreibung spottet. Das ging mir sehr nahe und bereitete mir einige schlaflose Nächte.“ Die Schadenersatzklage gegen Stiftung Warentest werde mit einem neuen Gutachten des schottischen Prüflabors Inveresk untermauert. Dieses habe die Creme als „ausgezeichnetes Produkt“ bewertet.

          Die Stiftung Warentest sieht der Klage gelassen entgegen. „Wir stehen zu unserem Testergebnis. Wenn 7 von 30 Frauen nach der Anwendung der Creme mit toxikologischen Reaktionen zum Hautarzt müssen, muß das Produkt als mangelhaft bewertet werden“, sagte Sprecherin Heike van Laak. Die Probandinnen hätten nicht gewußt, daß sie die Glas-Hautcreme testen. Zudem sei das Produkt auch dermatologisch untersucht worden. „Wir haben nicht vor dem Kauf der Creme gewarnt, sondern auf die mögliche Unverträglichkeit hingewiesen. Natürlich gibt es auch Anwenderinnen, die das Produkt vertragen haben“, sagte van Laak.

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