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In der Lausitz und bei Leipzig : Kohle-Gegner dringen in Tagebaue ein

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Wasserdampf steigt am frühen Samstagmorgen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde. Bild: dpa

Mehrere hundert Menschen sind in Tagebaue in der Lausitz und bei Leipzig eingedrungen. Das Kraftwerk Jänschwalde, von dem die Fernwärmeversorgung mehrere Städte abhängt, ist wegen einer Gleis-Blockade der Protestierer auf ein Minimum heruntergefahren.

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          Mehrere hundert Klimaaktivisten sind am Samstagmorgen in Tagebaue in der Lausitz und im Leipziger Braunkohlerevier eingedrungen. Ungefähr 400 Aktivisten rannten in den Tagebau Jänschwalde. Die Polizei versuchte, die Protestierer wieder hinauszubringen. Dabei kam es zu Rangeleien. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden, sagte Brandenburgs Polizeisprecher Torsten Herbst.

          Das Energieunternehmen Leag fuhr das Kraftwerk Jänschwalde wegen der Blockaden der Kohle-Gegner auf ein Minimum herunter. Hunderte Aktivisten hatten am Samstagmorgen die Gleise der Kohle-Bahn besetzt, über die das Kraftwerk mit Nachschub versorgt wird. Es gehe jetzt darum, mit der Kohle, die im Kraftwerk lagert, zu haushalten, sagte ein Sprecher des Energieunternehmens. Davon hänge die Fernwärmeversorgung der Städte Cottbus und Peitz ab.

          Auch südlich von Leipzig am Tagebau Vereinigtes Schleenhain drückten die Protestierer einen Zaun nieder und rannten in das Gelände. Im Leipziger Revier hatten sich nach Angaben des Bündnisses „Ende Gelände“ 600 bis 800 Menschen versammelt.

          In beiden Braunkohleregionen waren am Wochenende verschiedene Klimaproteste geplant. Das Bündnis „Ende Gelände“ hatte im Vorfeld angekündigt, Tagebaue und Kraftwerke blockieren zu wollen. Die Tagebaubetreiber Leag und Mibrag hatten zu Gewaltfreiheit aufgerufen und vor Gefahren beim Betreten der Tagebaue gewarnt.

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