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Die Queen und die Mode : Es war eine Hassliebe

Garderobe für eine Frau, die dem Glamour nicht traut: die Queen 2015 Bild: REUTERS

Ihre Kostüme machten Elisabeth II. zur Marke: Uni, aber in Farbe. Der Look wurde ihr Erkennungszeichen, auch weil er ihrer Grundskepsis gegenüber allem Glamourösen entgegen kam.

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          Es waren die späten Neunziger, die Jahre nach dem Tod der Schwiegertochter Diana, als nicht nur das Image der Queen bröckelte, sondern auch ihr Look in die Jahre kam. Für eine Institution wie das britische Königshaus, dessen Popularität maßgeblich von schönen Bildern abhängig ist, waren das keine schönen Aussichten. Die Queen, so der zunehmende Eindruck, wurde alt. Angela Kelly, eine Mitarbeiterin ihres Teams, die noch nicht allzu lange dabei war, machte sich daran, die Garderobe von Elisabeth II. fit zu machen für das neue Jahrtausend. Für viele weitere Jahre Regentschaft.

          Jennifer Wiebking
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das war nicht irgendeine Aufgabe. Das britische Königshaus hat nicht zuletzt deshalb die Jahrhunderte überstanden, weil an seinen Werten nicht zu rütteln ist. Eine Rocklänge wird zwar nicht die Monarchie infrage stellen, aber selbständig wechselnde Rocklängen können symbolisch für Unbeständigkeit stehen. Die Jugendjahre von Elisabeth II. standen unter einem solchen Eindruck, die überraschende Abdankung ihres Onkels König Eduard VIII. wirkte noch nach. Der Grund dafür war Wallis Simpson, eine Frau, die sich in der Mode auslebte. Es wird die Grundskepsis der jungen Prinzessin gegenüber allem Glamourösen kaum gelegt haben.

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