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Orden für Prinzessin Leonor : König Felipe zeichnet seine Tochter aus

An seinem 50. Geburtstag steckt Felipe Leonor das Abzeichen des Ordens vom Goldenen Vlies an. Bild: AFP

Der spanische König feiert seine Geburtstage nicht groß. Auch an seinem 50. zog er es vor, zu arbeiten und seiner Tochter einen Orden zu verleihen.

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          Im Mittelpunkt der kleinen Feier stand am Dienstag nicht der König, sondern die Kronprinzessin. Felipe VI. wurde am Dienstag 50 Jahre alt. Doch für den spanischen Monarchen gab es keine Geburtstagsparty im Madrider Königspalast. Stattdessen zeichnete Felipe dort seine zwölf Jahre alte Tochter Leonor aus. Er heftete der Prinzessin von Asturien feierlich das Abzeichen des Ordens vom Goldenen Vlies an ihr blaues Kleid, die höchste Auszeichnung, die der spanische König vergeben kann. Felipe selbst war 13 Jahre alt, als sein Vater Juan Carlos ihn in den vor mehr als einem halben Jahrhundert gegründeten Orden aufnahm.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Am Dienstag waren bei dem Festakt auch Leonors Großeltern Juan Carlos und Sofía dabei. Heute unternehme sie „einen symbolischen und sehr bedeutsamen Schritt“ bei der Vorbereitung auf ihre Zukunft, ermahnte sie ihr Vater. Er hoffe, dass sie sich über die Auszeichnung freue, die sie zugleich an ihre Verantwortung als Kronprinzessin erinnere. An seinem eigenen Geburtstag bekannte sich Felipe damit zur Bourbonen-Dynastie und zu seiner Tochter, die ihm eines Tages auf den spanischen Thron nachfolgen soll.

          Felipe selbst zog es vor, an seinem 50. Geburtstag zu arbeiten, wie er es schon an seinen Geburtstagen zuvor getan hatte. Der offizielle Kalender des Königshauses verzeichnete keine Feierlichkeiten. Geburts- und Namenstage seien Familiengelegenheiten, heißt es dort.

          In seiner Thronrede hatte er den Spaniern versprochen, dass er ihnen „nützlich sein“ will. In diesen Tagen ist er wieder als Staatschef gefragt, denn der Katalonien-Konflikt spitzt sich ein weiteres Mal zu. In engem Kontakt mit der Regierung verfolgte er am Dienstag von seinem Arbeitszimmer im Zarzuela-Palast am Rand von Madrid, was sich in Barcelona tut.

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