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Gault Millau : Klaus Erfort ist „Koch des Jahres“

  • Aktualisiert am

Sternekoch Klaus Erfort erlangte 19 von 20 Punkten des Gault Millau Bild: picture-alliance/ dpa

Feinschmecker verlassen sich bei der Wahl des besten Restaurants auf ihn: den Gault Millau. Klaus Erfort trägt den Titel „Koch des Jahres“ unter anderem für sein „ehrgeiziges Perfektionsstreben“. Auf- und Absteiger sowie das beste Menü des Jahres wurden ebenfalls ausgezeichnet.

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          Klaus Erfort ist „Koch des Jahres“ in der neuen Ausgabe des Gault Millau. Der Fünfunddreißigjährige hat sein „Gästehaus Klaus Erfort“ in Saarbrücken erst im Jahre 2002 eröffnet und seitdem einen schnellen Aufstieg erlebt. In der neuen Ausgabe des Gastronomieführers erhält er 19 Punkte (von 20). Gelobt wird sein „Ideenreichtum“, seine „vorzüglich abgestimmte Aromenvielfalt“ und sein „ehrgeiziges Perfektionsstreben“.

          Der einzige große Restaurantführer, der seine Wertungen ausführlich erläutert, fordert in diesem Jahr von den deutschen Köchen eine „kreative persönliche Küche“. Die Gewinner des Jahres passen fast alle in dieses Bild. 18 Punkte haben nun Christian Lohse vom „Fischers Fritz“ in Berlin mit seiner Weltstadtküche, Mario Lohninger vom Frankfurter Liege-Restaurant „Silk“ mit vielen zeitgenössischen Elementen und Harald Rüssel vom „Landhaus St. Urban“ in Naurath mit seiner individualisierten Regionalküche. Schon kurz nach seiner Rückkehr nach Frankfurt erhält auch Alfred Friedrich vom „Zarges“ überraschend 18 Punkte.

          Modernisierer holen auf

          „Aufsteiger des Jahres“ mit nun 17 Punkten ist Michael Kempf vom „Facil“ in Berlin, der vor allem für seinen kreativen Gewürzeinsatz gelobt wird. Das „Menü des Jahres“ kommt von Eric Menchon vom Kölner „Le Moissonnier“, bei dem man Kreationen mit jeweils mehreren Tellern oder Gefäßen und sinnvolle Vorschläge zur Reihenfolge des Essens erwarten darf („bitte links beginnen und zum Schluss die Flüssigkeit im Glas trinken“).

          Mit dem Frankfurter Klaus Peter Kofler wird ein weiterer Modernisierer „Restaurateur des Jahres“. Kofler, der auch ein Catering-Unternehmen betreibt, hatte zuletzt in Hamburg mit der „K&K Kochbar“ eine auf viele kleine Portionen konzentrierte Küche im Stile des französischen Kochstars Joël Robuchon eröffnet.

          Berlin legt zu

          Der prominenteste Verlierer in diesem Jahr ist Dieter Müller, der von der bisher vergebenen Höchstnote (19,5 Punkte) auf 19 Punkte abgewertet wurde. Neben viel Lob bekommt er überraschend deutlichen Tadel für eine „verhunzte warme Meeresfrüchtesülze“ oder Lamm, „das nach altem Hammel roch“. Auch Avantgardist Juan Amador („Amador“, Langen), Fernsehkoch Kolja Kleeberg („Vau“, Berlin), Altmeister Manfred Schwarz („Schwarz. Das Restaurant“, Heidelberg) und Christian Scharrer („Imperial“, Bühl) verloren Punkte. Scharrer war im Jahr 2005 noch zum „Koch des Jahres“ gekürt worden.

          Wegen Dieter Müllers Punktverlust besteht die Spitze im Gault Millau nur noch aus drei Köchen: Harald Wohlfahrt („Schwarzwaldstube“, Baiersbronn), Helmut Thieltges („Waldhotel Sonnora“, Dreis/Wittlich) und Joachim Wissler („Vendôme“, Bergisch Gladbach). Die Gourmet-Schwerpunkte liegen wie bisher im Südwesten und Westen des Landes. Berlin legt weiter zu. Und die neuen Bundesländer tun sich zwar in der Spitze mit bisher nur vier 17-Punkte-Restaurants immer noch etwas schwer, beginnen aber in der Breite aufzuholen.

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