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GNTM-Finalistin von 2012 : Model Kasia Lenhardt ist tot

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Kasia Lenhardt bei einer Veranstaltung im Berliner Kaufhaus KaDeWe im November 2018 Bild: Picture-Alliance

Die frühere „Germany’s next Topmodel“-Kandidatin Kasia Lenhardt ist tot. Nach dem Tod des Models sprechen sich in den sozialen Medien viele Nutzer gegen Cybermobbing aus.

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          Die frühere „Germany's next Topmodel“-Kandidatin Katarzyna „Kasia“ Lenhardt ist nach Angaben ihrer Familie tot. „Mit großer Bestürzung und Trauer müssen wir den unerwarteten Tod unserer geliebten Tochter Kasia am 9. Februar 2021 bestätigen“, teilte die Familie am Mittwoch über ihren Anwalt mit. Die Familie bedankte sich für die Anteilnahme und bat, von Trauerbekundungen abzusehen, „damit wir in diesen schweren Stunden zu uns selbst finden können“.

          Lenhardt kam in Polen zur Welt, 2012 erreichte sie im Alter von 16 Jahren das Finale der Pro-Sieben-Sendung von Heidi Klum und belegte den vierten Platz. Die Berliner Polizei bestätigte, dass am Dienstag eine leblose Person in einer Wohnung in Berlin-Charlottenburg aufgefunden wurde. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen demnach nicht vor.

          Nach dem Tod des 25 Jahre alten Models sprachen sich in den sozialen Medien viele Nutzer gegen Cybermobbing aus. Die Influencerin Cathy Hummels schrieb auf Instagram, sie sei schockiert und traurig. „Ich will darauf aufmerksam machen, dass dieser Hate, Bodyshaming und Cybermobbing aufhören muss. Es macht Menschen kaputt.“ Sie wisse, wie brutal es sein könne, „in der Fußballerwelt“ zu verkehren, schrieb die Ehefrau von Fußballprofi Mats Hummels. Kasia Lenhardt war zuletzt mit dem früheren Nationalspieler Jérôme Boateng liiert gewesen, nach dem Ende der Beziehung hatten sich beide öffentlich gegenseitig Vorwürfe gemacht. Gegen Lenhardt hatte es daraufhin viele Hasskommentare im Netz gegeben.

          Boateng reiste wegen des Todes seiner ehemaligen Lebensgefährtin vorzeitig aus Qatar ab; er wird dort nicht für Bayern München im Finale der Klub-WM an diesem Donnerstag spielen. Das teilte der Verein auf Twitter mit. „Das hat uns alle mitgenommen“, sagte Trainer Hansi Flick am Mittwoch ohne auf Details einzugehen. „Jérôme kam auf mein Zimmer und hat gebeten, dass er nach Hause reisen darf.“ Der FC Bayern habe dem Wunsch selbstverständlich entsprochen. „Er wird uns bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.“

          Kasia Lenhardt hinterlässt ein Kind aus einer früheren Beziehung.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten. Sollte kein Berater frei sein, klappt es in jedem Fall mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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