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Karneval : Wider den tierischen Ernst: Orden für Friedrich Merz

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Humor auf einem Bierdeckel: Friedrich Merz Bild: dpa/dpaweb

Krisenland Deutschland: Da kritzelt jemand etwas auf einen Bierdeckel, nennt es Steuererklärung und schon bekommt er einen Orden dafür. Der neue Träger des Ordens wider den tierischen Ernst heißt Friedrich Merz.

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          Der CDU-Politiker Friedrich Merz (49) erhält für Humor und Menschlichkeit im Amt den Aachener Karnevalsorden wider den tierischen Ernst 2006. „Sein Vorschlag, die Steuer auf einem Bierdeckel zu erklären, ist ein Beweis für seine Fähigkeit, in Bildern zu sprechen und kniffelige Situationen mit Witz und Humor zu entkräften“, sagte der Präsident des Aachener Karnevalsvereins Dieter Bischoff am Dienstag in Aachen. Als „Friedrich der Große“ werde der fast zwei Meter große Merz in die Runde der Ordensritter eingehen.

          Die Ordensverleihung an den gebürtigen Sauerländer Merz findet am 11. Februar 2006 in Aachen bei einer Festsitzung statt. Die ARD strahlt die Fernsehsitzung einen Tag später aus. Merz ist der 56. Ordensritter. Auf der närrischen Aachener Bühne ist er zwar ein Neuling, aber als Saal-Zuschauer saß er in den letzten Jahren meist höchst amüsiert in der ersten Reihe. Amtierender Ordensritter ist der Mainzer Kardinal Karl Lehmann.

          Westwelle und Stoiber sind Vorgänger

          Der „Orden wider den tierischen Ernst“ ist nach Angaben des AKV der einzige karnevalistische Kulturpreis. Die Verleihung gilt als närrische Form des Ritterschlags. Zu den Ordensträgern gehören unter anderem FDP-Chef Guido Westerwelle, Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) sowie der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber.

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