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Discounter aus Kanada : Supermarkt bedruckt Plastiktüten mit peinlichen Slogans

  • -Aktualisiert am

Die Plastiktüten zeigen verschiedene Motive: die Aufschrift eines angeblichen Pornoladens, Werbung für Warzen- und Darmbehandlung. Bild: Facebook/East West Market/Screen

Fünf Cent pro Tüte reichen nicht aus, um Kunden daran zu erinnern, wiederverwertbare Taschen mitzubringen statt zur Plastiktüte zu greifen. Mithilfe peinlicher Logos möchte ein kanadischer Supermarkt seinen Kunden nun einen Denkzettel setzen.

          Fünf Cent pro Tragetasche hält viele nicht vom Kauf einer Plastiktüte ab. Wer im Supermarkt East West Market im kanadischen Vancouver zum Kunststoff greift, der muss dafür nicht nur bezahlen, sondern erhält auch eine Tüte mit beschämendem Aufdruck. Die Tragetüten zieren die Aufschrift eines angeblichen Pornoladens, Werbung für Warzen- und Darmbehandlung. Darunter ein kleiner Schriftzug: „Vermeide die Schande. Bring eine wiederverwendbare Tragetasche mit.“

          Gegenüber dem „Guardian“ sagte der Supermarktbesitzer David Lee Kwen, es gehe bei der Aktion nicht darum, die Kunden zu blamieren. „Wir wollen die Kunden dazu bringen, über ihr Verhalten nachzudenken, uns gleichzeitig aber auch einen Scherz erlauben.“

          Lob und Kritik im Netz

          In den Sozialen Medien erklärt der Supermarkt den Hintergrund seiner Tütendesigns und erinnert daran, dass Millionen von Plastiktüten nur einmal verwendet werden, bevor sie im Müll landen. Im Netz erntet der Supermarkt für die PR-Aktion aber auch Kritik. Viele würden sich von dem Supermarkt wünschen, erst gar keine Plastiktüten anzubieten anstatt danach mit zynischen Slogans die Kunden darauf aufmerksam zu machen, sie zu kaufen.

          Andere wiederum finden die Idee so gut, dass sie die Tüten unbedingt haben wollen. Um dem entgegenzuwirken, plane der Supermarkt die Motive bald auf wiederverwertbare Tüten zu drucken. Der Plan gehe auf, resümiert der Besitzer Kwen: „Selbst wenn die Kunden die Plastiktüten kaufen: Sie werden ihren Freunden von deren Hintergrund erzählen und somit eine Diskussion zum Plastikverbrauch anregen.“

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