https://www.faz.net/-gum-7ixqq

Kampf gegen Piraterie : Britney Spears schlägt Seeräuber in die Flucht

  • Aktualisiert am

Wirkungsvolle Piratenabwehr: Die britische Handelsmarine spielt Britney Spears. Bild: dpa

Die britische Handelsmarine hat ein Geheimrezept zur Abwehr von Piraten gefunden: Britney Spears. Lieder der amerikanischen Pop-Sängerin jagen die Angreifer vor dem Horn von Afrika davon.

          1 Min.

          In vielen Ländern klettert Britney Spears mit ihrer Musik regelmäßig an die Spitze der Charts, anderswo scheint sie dagegen weitaus weniger beliebt zu sein. Die britische Handelsmarine setzt bei der Abwehr von somalischen Piraten auf die Hits der Sängerin. „Diese Typen können die westliche Kultur und Musik nicht ausstehen“, sagte Rachel Owens, Offizierin der Handelsmarine, der britischen Tageszeitung „The Mirror“. „Das macht Britneys Hits perfekt.“

          Derzeit werden die Lieder als zweite Verteidigungslinie eingesetzt. Wenn die Piraten auf die ersten Warnungen der bewaffneten Sicherheitskräfte nicht reagieren, werden sie mit Spears-Musik beschallt. „Baby One More Time“ und „Oops! ... I Did It Again“ sind nach Angaben der Zeitung besonders wirkungsvoll.

          „Justin Bieber würde gegen die Genfer Konvention verstoßen“

          Das Horn von Afrika gilt nach wie vor als eine der gefährlichsten Wasserstraßen der Welt. Immer wieder kommt es vor der Küste Somalias zu Piratenangriffen. Allein 2011 wurden Handelsschiffe 176 Mal angegriffen, 25 Mal konnten die Angreifer die Schiffe entern. Die Reedereien haben daraufhin ihre Abwehrvorrichtungen in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut.

          Feinde mit Popmusik in die Flucht zu schlagen, ist aber keine ganz neue Idee. Steve Jones vom Sicherheitsverband der Seewirtschaft sagte dem „Mirror“, dass amerikanische Polizisten Musik eingesetzt hätten, um Randalen niederzuschlagen. Dieses Prinzip wurde nun auf die somalischen Piraten übertragen. Ein Sprecher der britischen Vereinigung privater Sicherheitsfirmen bestätigten dem Londoner Blatt: „Es ist nachgewiesen, dass das Abspielen lauter Pop-Songs eine der effektivsten Wege ist, Angreifer abzuwehren.“

          Um nicht selbst von den Spears-Hits gestört zu werden, richten die Besatzungen die Lautsprecher in Richtung der Piraten. Offizierin Rachel Owens könnte sich allerdings noch deutlich härtere Strafen für die Angreifer vorstellen: „Ich könnte mir vorstellen, dass Justin Bieber gegen die Genfer Konventionen verstoßen würde.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Impfgegner demonstrieren in Athen

          Impfdruck in Griechenland : Mit Zuckerbrot und Spritze

          Auch Griechenland führt wie Frankreich und Italien eine partielle Impfpflicht ein. Fast ein Drittel der Griechen will sich nicht impfen lassen, Anreize haben nicht gewirkt.
          Im Fokus: Die Machenschaften der chinesischen Hacker.

          Mysteriöse Website : Wer jagt Chinas Hacker?

          Auf einer Website werden chinesische Hacker enttarnt. Das Material wird sogar vor Gericht verwendet - in den Vereinigten Staaten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.