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Juristische Auseinandersetzung : Käufer will das Dorf Alwine jetzt doch nicht mehr

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Das Mindestgebot für Alwine lag bei 125.000 Euro. Bild: dpa

Der geplante Verkauf eines Brandenburger Dorfes machte bundesweit Schlagzeilen. Den Zuschlag bei der Auktion bekam ein Berliner Geschäftsmann. Doch jetzt will der Mann offenbar nicht mehr.

          Die Zukunft des maroden Dorfes Alwine in Brandenburg ist wieder ungewiss. Der anonyme Käufer, der den Ort bei einer Auktion im vergangenen Dezember ersteigert hatte, will nach Medienberichten offenbar vom Erwerb wieder zurücktreten. Als Begründung habe er angegeben, „nicht geschäftsfähig“ zu sein, berichtete die „Lausitzer Rundschau“ am Wochenende.

          „Mir war schon länger bekannt, dass es so eintreten könnte“, sagte Andreas Claus, Bürgermeister der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, zu der das Dorf Alwine gehört, der „Berliner Morgenpost“ am Sonntag. Nach seinen Angaben sei es eine persönliche Entscheidung des Käufers, die er nachvollziehen könne. Er wolle sich dazu aber nicht äußern. Er habe sich im Dezember mit dem Mann in Alwine getroffen. „Ich denke, nachdem er es gesehen hat und viele Dinge in seinem privaten Umfeld zusammengekommen sind, hat er diese Entscheidung getroffen“, sagte Claus.

          Es laufe eine juristische Auseinandersetzung, sagte Matthias Knake, Vorstand des Auktionshauses Karhausen, der „Lausitzer Rundschau“. Die Begründung, nicht geschäftsfähig zu sein, halte er für „fadenscheinig“. Bis zur Klärung bleiben den Angaben nach die Vorbesitzer in der Verantwortung. Zwei Brüder hatten die Anlage von der Treuhand im Jahr 2001 für eine D-Mark gekauft. Nach dem Tod eines der beiden Brüder sollte nun alles verkauft werden.

          Der anonyme Käufer hatte den Ort mit einigen Ein- und Mehrfamilienhäusern, in denen 15 Menschen leben, im Dezember 2017 für 140.000 Euro als einziger Bieter ersteigert. Das Mindestgebot lag bei 120.000 Euro.

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