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Kabarettist Christian Springer : „Die Verantwortlichen der Hamas gehören vor Gericht“

„Lachen ist die totale Freiheit“: Der Münchner Kabarettist Christian Springer will mit seiner Initiative Schulterschluss ein Zeichen für Demokratie setzen. Bild: Sina-Maria Schweikle

Der Israel-Palästina-Konflikt bewegt auch in Deutschland die Gesellschaft. Im Interview spricht der Münchner Kabarettist Christian Springer über den hiesigen Antisemitismus, Kriegsverbrechen in Nahost und das Gute an jüdischen Witzen.

          6 Min.

          Herr Springer, Sie haben enge Beziehungen zu jüdischen Gemeinden in Deutschland. In München haben Sie zum 50. Jahrestag des Anschlags auf das jüdische Gemeindehaus die Gedenkrede gehalten. Zugleich engagieren Sie sich mit ihrem Verein Orienthelfer für muslimische Flüchtlinge im Nahen Osten, waren viele Male dort. Wie kommt ein Kabarettist dazu?

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Ich habe das Glück, aus München zu stammen, einer Stadt mit einem enorm hohen Anteil an Migranten, die vergleichsweise gut miteinander leben. Früh hatte ich palästinensische und jüdisch-israelische Freunde. Mit denen konnte man gemeinsam an einem Tisch sitzen. Als junger Mensch wollte ich Auslandskorrespondent in Arabien werden. Aber ich habe es nicht auf die Journalistenschulen geschafft. Gleichwohl habe ich etwas Arabisch gelernt und Bücher über die Region geschrieben.

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