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Solidarität mit Iran-Protesten : Marion Cotillard, Juliette Binoche und Jane Birkin schneiden sich Haare ab

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„Wir stehen an eurer Seite“, schrieb Cotillard auf Instagram zu dem Video an die Protestierenden in Iran gerichtet. Bild: AP

50 prominente Französinnen unterstützen mit einem Video die Männer und Frauen, die derzeit in Iran auf die Straße gehen. Dafür greifen sie zur Schere.

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          Juliette Binoche fasst ihre Haare am Hinterkopf zusammen, als würde sie die Strähnen gleich zu einem Zopf zusammenbinden. Stattdessen greift die französische Schauspielerin dann aber zur Schere und schneidet ein gutes Stück ab – „für Freiheit“.

          Der am Mittwochmorgen in sozialen Netzwerken verbreitete Clip zeigt 50 prominente Frauen aus Frankreich, die sich einzelne Haarsträhnen abschneiden und sich so mit den protestierenden Menschen in Iran solidarisieren.

          Mit Schrifttafeln nimmt das Video Bezug auf die 22 Jahre alte Kurdin Mahsa Amini, die Mitte September in der iranischen Hauptstadt Teheran festgenommen wurde, offenbar weil Sittenwächter sich an Haarsträhnen störten, die aus Aminis Kopftuch ragten. Die junge Frau starb drei Tage später.

          Tausende Menschen in Iran gehen seitdem auf die Straße, um gegen die Repressionen in ihrem Land zu demonstrieren, Frauen schneiden sich aus Protest die Haare ab. Zahlreiche Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

          Neben Binoche haben sich unter anderen auch die Schauspielerinnen Isabelle Adjani, Marion Cotillard, Charlotte Gainsbourg und Isabelle Huppert an dem Video beteiligt, außerdem die Sängerinnen Jane Birkin und Angèle. Unterlegt ist es mit der persischen Version des italienischen Partisanenlieds „Bella Ciao“, das zur Hymne der Proteste geworden ist.

          „Wir stehen an eurer Seite“, schrieb Cotillard auf Instagram zu dem Video an die Protestierenden in Iran gerichtet. Initiiert hat das Video der französische Menschenrechtsanwalt Richard Sédillot.

          In Deutschland hatten derweil am Dienstag mehr als 600 Kulturschaffende in einem offenen Brief ihre Unterstützung für die Demonstranten ausgesprochen: „Wir werden euren Kampf begleiten“, hieß es.

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