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Ratzinger in Regensburg : Das Glück der wiedervereinten Brüder

„Vielleicht das letzte Mal“: Benedikt XVI. wird am Freitagmorgen zum Hause seines Bruders Georg Ratzinger in Regensburg gefahren. Bild: EPA

Joseph Ratzinger und sein älterer Bruder stehen sich seit ihrer Kindheit sehr nahe. Nun unterbricht der frühere Papst sein zurückgezogenes Leben, um seinen Bruder womöglich ein letztes Mal zu sehen.

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          Dieses Mal hat sich Georg Ratzinger in seinem Bruder offenbar gründlich getäuscht: Benedikt XVI. ist doch noch einmal gekommen, zu ihm, Georg, seinem 96 Jahre alten Bruder nach Regensburg. Es sei „vielleicht das letzte Mal, dass sich die beiden Brüder, Georg und Joseph Ratzinger, in dieser Welt sehen“, teilte das Bistum Regensburg mit. Georg Ratzinger sei schwer krank. Man darf annehmen, dass das Wort „vielleicht“ aus Taktgefühl eingefügt wurde.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Seit dem Rücktritt von Benedikt XVI. im Jahr 2013 war Georg Ratzinger immer wieder danach gefragt worden, ob sein Bruder denn noch einmal zu ihm nach Regensburg kommen werde. Seine Antwort war stets die gleiche: Er rechne nicht mehr damit. Er sagte das ohne Bitternis, ohne Enttäuschung. Er schien sich damit abgefunden zu haben.

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