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Rosenkrieg beendet : Depp zahlt seiner Frau sieben Millionen Dollar

  • -Aktualisiert am

Amber Heard und Johnny Depp Bild: dpa

Viel Geld, dafür keine Klage: Johnny Depp und Amber Heard haben sich außergerichtlich geeinigt und steuern auf die Scheidung zu. Ein Happy End sieht allerdings anders aus.

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          Die Fotos abgetrennter Fingerkuppen (Johnny Depp) und blutunterlaufener Schürfwunden (Amber Heard) haben ihren Zweck erfüllt. Wenige Stunden vor Beginn des Scheidungsprozesses sagten die Anwälte der Schauspieler das für Mittwoch angesetzte juristische Spektakel vor einem kalifornischen Gericht ab. „Unsere Beziehung war äußerst leidenschaftlich und manchmal explosiv, aber immer von Liebe getragen“, ließen Depp und Heard nach zehn Wochen Auseinandersetzung mitteilen.

          Ihre Anwälte hatten zuvor bestätigt, dass sich das einstige Glamourpaar in letzter Minute über die Scheidungsmodalitäten verständigt habe. Der 53 Jahre alte Depp, dessen Vermögen auf fast 400 Millionen Dollar geschätzt wird, soll die blonde Texanerin, Jahrgang 1986, gegen eine eher bescheidene Summe von sieben Millionen Dollar wieder losgeworden sein.

          „Keine Seite hat falsche Anschuldigungen erhoben, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen“, versicherten Depps Anwältin Laura Wasser und Heards Rechtsbeistand Samantha Spector unisono. Die Juristinnen hatten zuvor nichts ausgelassen. Nach dem Einreichen der Scheidung Ende Mai erschien Heard mit lädiertem Gesicht in Los Angeles vor Gericht, um eine einstweilige Verfügung gegen den angeblich prügelnden Depp zu beantragen. „Amber versucht, durch Missbrauchsvorwürfe zu Geld zu kommen“, giftete Laura Wasser, in Hollywood als „Disso Queen“ bekannt, damals in Depps Auftrag. Das Lager des Darstellers („Fluch der Karibik“) geriet derweil in Verdacht, Gerüchte über gleichgeschlechtliche Affären Heards während der 15 Ehemonate lanciert zu haben.

          Die heimlichen Aufnahmen dürften die Einigung beschleunigt haben

          Vor einigen Tagen erreichte der Scheidungsstreit zwei weitere Tiefpunkte. Nach einer siebenstündigen Anhörung Heards am Wochenende wurde dem Internetportal tmz.com ein Video zugespielt, das Depp bei einem rotweinunterlegten Wutausbruch in der eigenen Küche zeigte. Ähnlich verstörend wirkten die Bilder seines blutigen Mittelfingers, die am Dienstag anonym in sozialen Netzwerken verbreitet wurden. Angeblich hatte sich der Golden-Globe-Preisträger im Frühjahr 2015 bei Dreharbeiten in Australien eine Fingerkuppe abgetrennt. Mit dem in blaue Farbe getränkten Stumpf soll Depp danach Beleidigungen gegen Heard und ihren vermeintlichen Liebhaber Billy Bob Thornton an einen Spiegel geschrieben haben.

          „Die Gegenseite meinte wahrscheinlich, die Öffentlichkeit für sich einnehmen zu können, indem sie einen beliebten Filmstar in ein negatives Licht rückt“, sagte der Scheidungsanwalt Daniel Jaffe über die Strategie hinter den Indiskretionen. In jedem Fall dürften die heimlichen Aufnahmen eine Einigung beschleunigt haben.

          Während das einstige Traumpaar Jennifer Aniston und Brad Pitt von Scheidungsantrag zu Scheidungsurteil sieben Monate brauchte und auch Scarlett Johansson länger als ein halbes Jahr mit Ryan Reynolds um ein stilles Beziehungsende kämpfte, zählt der zehnwöchige Konflikt zwischen Depp und Heard zu Hollywoods Blitzscheidungen. Den Rekord, den Tom Cruise und Katie Holmes im Sommer 2012 aufstellten, konnten aber auch sie nicht brechen. Dank möglicher Enthüllungen über Scientology brauchte die Anwaltstochter Holmes damals nur zwei Wochen, um den Sektenanhänger Cruise von einer zügigen Scheidung zu überzeugen.

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