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An Schule in Japan : Lehrerin zwingt Kinder zum Aufessen

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Guten Appetit! Zu viele Kinder verschmähen ihr Pausenbrot und gönnen sich lieber Fast Food. Bild: Reuters

Weil in Japan jedes Jahr fast sechs Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden, versuchte die Lehrerin einer Grundschule die Schülerinnen und Schüler verstärkt zum Aufessen zu bewegen. Dabei ging sie teilweise ziemlich rabiat vor.

          Eine Lehrerin in Japan hat Kinder auf rabiate Weise angehalten, ihr Schulessen restlos aufzuessen. Wie die japanische Tageszeitung „Yomiuri Shimbun“ am Mittwoch meldete, wollte die Pädagogin den Grundschulkindern in der Stadt Gifu mit Hilfe des Aufessens der Schulmahlzeiten das Gefühl geben, etwas erreicht zu haben. Das ging allerdings soweit, dass einige Kinder sich erbrechen mussten. Anderen wurde das Essen zum Mund geführt, mit der Aufforderung, es aufzuessen. Die Lehrerin erhielt eine Abmahnung. Sie sei eindeutig zu weit gegangen, wurde der Schulleiter zitiert.

          In Japan mit seinen etwa 127 Millionen Einwohnern landen jedes Jahr gewaltige Mengen an Lebensmitteln im Müll. Allein im Steuerjahr 2014/2015 (1. April) waren es laut Medien schätzungsweise fast sechs Millionen Tonnen. Das bedeute, dass jeder Japaner täglich eine Reisschale voll Essen weggeworfen habe, so die Zeitung „Asahi“.

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