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Buch über Deutschrap : „Viele in der Szene haben zu lange nicht das Maul aufgekriegt“

Davide Bortot (links) leitete lange das einflussreichste deutsche Hip-Hop-Magazin „Juice“. Jan Wehn war dort Autor. Zusammen haben sie ein Buch geschrieben: „Könnt ihr uns hören? Eine Oral History des deutschen Rap“. Bild: Robert Winter

Jan Wehn und Davide Bortot haben ein Buch über Deutschrap geschrieben. Ein Interview über ihre Kritik an den Massenmedien, die fehlende Debattenkultur in der Szene – und die wichtige Rolle von Shirin David.

          6 Min.

          Herr Wehn, Herr Bortot, Sie haben für ein Buch über die deutsche Rap-Geschichte mehr als 100 Protagonisten aus der Szene interviewt. Welches war für Sie das denkwürdigste Gespräch?

          Sebastian Eder

          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Wehn: Für mich das Treffen mit Rap-Pionierin Cora E. Sie hat erzählt, dass sie 1981 mit 13 Jahren als Fan von Marius Müller-Westernhagen seinen Namen an die Wand einer Konzerthalle gesprüht hatte. In der nächsten Ausgabe der „Werner“-Comic-Hefte stand: „Wer das Graffiti an die Ostseehalle gemalt hat, soll sich bitte melden.“ Cora E. ist in die Redaktion gegangen und hat sich von einem Typ, der gerade in Amerika war, erklären lassen, was Graffiti ist. So hat sie die Hip-Hop-Kultur kennengelernt.

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