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Nach Zwangseinweisung : Jan Ullrich offenbar aus Psychiatrie entlassen

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Jan Ullrich in Weinfelden in der Schweiz nach einer Gerichtsverhandlung im September 2017 Bild: dpa

Der frühere Radprofi hat die Psychiatrie wieder verlassen. Er war zuvor wegen seines körperlichen und seelischen Zustands zwangseingewiesen worden.

          Nachdem der frühere Radprofi Jan Ullrich am Freitagabend in eine Psychiatrie zwangseingewiesen worden war, ist er nun offenbar wieder entlassen worden. Das berichtet „Bild“. Ullrich habe die Einrichtung in einem schwarzen BMW verlassen. Gerd K., Freund und Vertrauter Ullrichs, sagte „Bild“: „Ich kann bestätigen, dass Jan Ullrich in eine Entzugsklinik gefahren ist und mit der Therapie begonnen hat.“

          Am Freitagabend war Ullrich in die Klinik gebracht worden. Eine Sprecherin der Polizei bestätigte, es habe sich um eine Zwangseinweisung gehandelt. Im Rahmen der Entlassung Ullrichs aus dem Polizeipräsidium sei es zu einem nicht näher beschriebenen Zwischenfall gekommen, so dass den Beamten aufgrund des körperlichen und seelischen Zustandes nichts anderes übrig geblieben sei als dieser Schritt. Ullrich sei mit einem Rettungswagen in die Klinik gebracht worden. Um welche Klinik es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht.

          Der 44 Jahre alte Ullrich soll in einem Frankfurter Luxus-Hotel eine Escort-Dame nach einem Streit angegriffen und verletzt haben. Er war deshalb festgenommen worden. Trotz Anfrage gab es dazu von der Anwaltskanzlei Ullrichs bis zum Abend keine Stellungnahme. Gegen Ullrich wird nun wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

          Ullrich habe bei seiner Festnahme gegen 6 Uhr Widerstand geleistet und mutmaßlich unter Alkohol- sowie Drogeneinfluss gestanden. Der frühere Radprofi habe wegen seines Zustands zuerst nicht vernommen werden können, berichtete eine Polizeisprecherin. Nachdem sich dieser verbessert hatte, habe er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Da die Voraussetzungen für eine Inhaftierung nicht vorlagen, sollte er noch am Freitag das Polizeipräsidium eigentlich wieder verlassen. Anschließend kam es zu der Zwangseinweisung.

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          Ullrich hatte erst vor wenigen Tagen öffentlich private Probleme eingeräumt: „Die Trennung von Sara und die Ferne zu meinen Kindern, die ich seit Ostern nicht gesehen und kaum gesprochen habe, haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue“, hatte der Tour-de-France-Sieger von 1997 der „Bild“-Zeitung vom Montag gesagt.

          Ullrich hatte zudem angekündigt, aus Liebe zu seinen Kindern eine Therapie machen zu wollen. Um welche Art von Therapie es sich handelt, sagte der frühere Rennradfahrer nicht. Der Zeitung erzählte er wenige Tage später dann auch, inzwischen mit seinen Kindern telefoniert zu haben. Sein Anwalt hatte dem Blatt gesagt, er habe bereits vor einiger Zeit einen Platz in einer Klinik in Deutschland für den früheren Radprofi reserviert.

          In der vergangenen Woche war es auf dem Grundstück von Ullrichs Nachbar Til Schweiger (54) auf Mallorca zu einem Zwischenfall gekommen. Ullrich soll laut „Bild“ auf das Grundstück des Film- und Fernsehstars Schweiger gelangt sein, obwohl dieser das nach eigenen Angaben verhindern wollte. Über den Verlauf des Streits machten beide gegenüber „Bild“ und „Bild am Sonntag“ unterschiedliche Angaben. Ullrich kam auf Mallorca vorübergehend in Polizeigewahrsam und wurde nach rund 24 Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt.

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