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Jan Ullrich äußert sich : „Die Trennung von meiner Familie hat mich sehr mitgenommen“

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Hat Jan Ullrich ein Problem? Hier ist er im September 2017 in der Schweiz zu sehen. Bild: dpa

„Ich habe Sachen gemacht und genommen, die ich bereue.“ Der frühere Radprofi Jan Ullrich hat sich zu den von Til Schweiger erhobenen Vorwürfen geäußert. Aus Liebe zu seinen Kindern will UIlrich nun in Therapie.

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          Nach der vorübergehenden Festnahme auf Mallorca hat der frühere Radprofi Jan Ullrich (44) private Probleme eingeräumt. „Die Trennung von Sara und die Ferne zu meinen Kindern, die ich seit Ostern nicht gesehen und kaum gesprochen habe, haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue“, sagte Ullrich der „Bild“-Zeitung (Montag).

          Ullrichs Ehefrau Sara war mit den drei gemeinsamen Söhnen dem Bericht zufolge nach Deutschland gezogen. Ullrich kündigte in der „Bild“ mit Blick auf seine Probleme an: „Aus Liebe zu meinen Kindern mache ich jetzt eine Therapie.“ Er bestreite aber, süchtig zu sein, schrieb die Zeitung.

          Am Freitagabend war es auf dem Grundstück von Ullrichs Nachbar Til Schweiger (54) in einem Vorort der Inselhauptstadt Palma zu einem Zwischenfall gekommen. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 soll laut „Bild“ auf das Grundstück des Schauspielers („Honig im Kopf“) gelangt sein – obwohl dieser das nach eigenen Angaben verhindern wollte. Über den weiteren Verlauf des Streits machten beide gegenüber „Bild“ und „Bild am Sonntag“ unterschiedliche Angaben.

          Ullrich kam vorübergehend in Polizeigewahrsam und wurde nach rund 24 Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin darf der Ex-Sportstar sich Schweiger nicht mehr nähern. „Ich bin bereit, mich bei Til zu entschuldigen, erwarte aber auch eine Entschuldigung“, sagte Ullrich. Schweiger entgegnete laut „Bild“, er werde nicht auf seinen Nachbarn zugehen, aber: „Wenn Jan Hilfe sucht, bin ich der Erste, der ihm hilft.“

          Ulrich schilderte den Vorfall der „Bild“ so:

          „Ich bin zu Til rüber, weil ich hörte, dass er demnächst Mallorca wieder verlässt und wollte mich verabschieden. Ich habe gerufen, es hat mich keiner gehört, da habe ich einfach das Grundstück betreten. Im Garten war auch eine Person – ein Mitarbeiter von Til –, die sich eine Zeitlang bei mir durchgefuttert und mich dann sogar bestohlen hat. Es gab Wortgefechte, auch mit Til, möglicherweise auch mal eine Berührung an der Schulter. Plötzlich sprang mich diese Person mit einem Kung-Fu-Tritt an. Ich konnte ausweichen, bin aber auf den Ellenbogen gefallen. Dann kam schon die Polizei.“

          Schweiger hingegen stellte die Situation in der „Bild am Sonntag“ anders dar:

          „Er kam übers Tor, was wir nicht gesehen haben, weil wir im Poolhäuschen ein Musikvideo angesehen haben.“ Ullrich sei dann sofort mit einem Besenstiel auf einen Freund von Schweiger losgegangen. „Ich habe die Polizei gerufen. Die kam dann auch, hat ihn in Handschellen abgeführt. Die Polizei war fünf Stunden hier, wir haben alles hundertmal erzählt und dann waren wir noch mal sechs Stunden auf der Wache“, so Schweiger. Vielleicht sei es auch gut, dass etwas passiert sei, sagte Schweiger weiter: „Ich bin davon überzeugt. Das einzige, was Jan helfen kann, ist, dass er zusammenbricht, sodass er dabei nicht stirbt, aber eingewiesen wird und einen Entzug macht. Ich wünsche mir, dass er aus dem Knast direkt in einen Entzug geht und zu dem Menschen zurückkehrt, der er eigentlich ist. Nämlich ein herzensguter, liebenswerter, großzügiger Mensch, der seine Kinder abgöttisch liebt und seine Frau eigentlich auch.“

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