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Interview mit Forscher : „Viele Leute haben Angst vor Fehlentscheidungen“

Ob Angela Merkel sich schon entschieden hat, wie es für sie weitergeht? Bild: dpa

Ja oder nein? Soll ich oder nicht? Entscheiden, das fällt vielen schwer. Im Interview gibt der Entscheidungsforscher Philip Meissner Tipps, wie man es richtig macht – und erklärt, was zu schlechten Entscheidungen führt.

          4 Min.

          Herr Meissner, haben Sie heute schon eine Entscheidung getroffen?

          Johanna Dürrholz

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Mehrmals. Ich habe mich gegen Frühstück entschieden, dafür, Bahn zu fahren, und für ein Mittagessen.

          Sind Ihnen die Entscheidungen leichtgefallen?

          Das sind ja eher alltägliche Entscheidungen, die auf Routinen basieren. Das sind keine großen Lebensentscheidungen oder strategische Entscheidungen, die große Konsequenzen mit sich brächten.

          Woher weiß ich, ob eine Entscheidung eine wichtige ist?

          Da hat man, denke ich, ein gutes Gefühl für. Man weiß, ob einem eine Entscheidung schwerfällt oder nicht, ob sie einen umtreibt, ob man Angst hat. Ob man sie vor sich herschiebt. Wenn eine Entscheidung uns automatisch leichtfällt, ist das oft ein Indikator dafür, dass die Entscheidung nicht so bedeutend ist. Im Wesentlichen sind wichtige Entscheidungen die, die weitreichende Konsequenzen haben: Jobwechsel, Hausbau, Umzug.

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