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Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Das Internet ist manchmal etwas schwach

  • -Aktualisiert am

Die Studentin Noam Fresko hat gerade an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt ihr Masterstudium beendet. Bild: F.A.Z.

Die Hornistin Noam Fresko hat gerade ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt beendet. Wie es war und was sie jetzt vorhat, erzählt sie im spontanen Kurzinterview.

          Was liegt an diese Woche?

          Noam Fresko: Ich habe gerade mein Masterstudium beendet. Diese Woche werde ich nach London fliegen. Ich verbringe dort meinen Urlaub, ehe ich mit meiner neuen Arbeit anfange.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Ich spiele Horn und mag am liebsten meine Dozenten. Sie sind sehr nett und professionell, und ich habe während des Studiums viel gelernt.

          Und was stört Sie?

          Eigentlich nichts.

          Was wollten Sie Ihrem Hochschulpräsidenten schon immer mal sagen?

          Ich denke, die Hochschule sollte einfach mit ihrer guten Arbeit weitermachen.

          Ihr Lieblingsort in der Hochschule?

          Der Hornraum. Obwohl es dort im Sommer sehr warm ist. Aber das ist trotzdem mein liebster Raum. Dort ist unsere Klasse untergebracht, und alle unsere Sachen befinden sich dort.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          Das Studentensekretariat macht mir immer ein bisschen Angst. Generell alles, was mit Bürokratie zu tun hat. Deutsch ist nicht meine Muttersprache, deshalb habe ich manchmal Probleme, alles zu verstehen. Es fällt mir schwer, Sachen zu vereinbaren oder Dinge anzusprechen.

          Wo ist in der Hochschule der beste Ort zum Flirten?

          Das weiß ich nicht. Vielleicht im Hof.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne in einer Wohngemeinschaft ganz in der Nähe. Zu Fuß brauche ich nur etwa 15 Minuten zur Musikhochschule. Wir sind sieben Leute und wohnen in einer großen Villa. Wir sind viele Leute, haben aber auch viel Platz.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Ich habe einen Nebenjob und arbeite zweimal pro Woche in einem jüdischen Kindergarten. Außerdem unterstützen mich meine Eltern. Und ich habe einen Musikwettbewerb gewonnen. Das Preisgeld fließt auch ins Studium.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Ich bin gerne am Eschenheimer Tor. Das ist ja ganz in der Nähe.

          Was gefällt Ihnen in Frankfurt, was nicht?

          Frankfurt ist zwar eine große Stadt, fühlt sich für mich aber eher ruhig an. Ich mag, dass es hier alles gibt. Außerdem hat die Stadt eine gute Energie. Manchmal erinnert sie mich an Tel Aviv. Nur das Wetter im Winter mag ich nicht. Und das Internet ist manchmal etwas schwach. Ich war jetzt für mein Studium zwei Jahre hier und bin traurig, die Stadt bald wieder zu verlassen.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Ich komme aus Israel und ziehe in einem Monat dorthin zurück. Ich werde in der israelischen Oper arbeiten und versuchen, mich in meinem Beruf als Hornistin zu verbessern. Es war von Anfang an mein Plan, nach dem Studium zurückzugehen und in einem Orchester zu spielen. Im Januar bin ich deshalb nach Israel geflogen, um dort an einem Probespiel teilzunehmen. Ich habe gewonnen und die Stelle bekommen.

          ***

          Aufgezeichnet von Karin Priehler

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